Völlig losgelöst:

Gravity

Zwei Leute allein im All, das klingt langweilig? Weit gefehlt! „Gravity“ ist das nervenaufreibendste Kinoerlebnis des Jahres.

Warner Bros Entertainment

Was für ein riesiger Schlamassel. Der Space-Shuttle-Astronaut Matt Kowalski (George Clooney), ein alter Hase, begleitet Raumflugneuling Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) bei einem Weltraumspaziergang, als das Schiff in einen Hagel aus Weltraumschrott gerät und stark beschädigt wird. Schlimmer noch: die beiden Astronauten werden in die Weiten des Alls geschleudert. Während 600 km unter ihnen die Menschen auf dem wunderschönen Erdball den Tagesgeschäften nachgehen, schweben Matt und Ryan in ihren Raumanzügen und mit einem begrenzten Sauerstoffvorrat ausgestattet dem sicheren Verderben entgegen. Eine letzte, winzige Überlebenschance bleibt. Um sie zu ergreifen, müssen die Gestrandeten jedem Instinkt zuwider handeln.

Wenn es dem Zuschauer gelingt, sich voll und ganz in diese stille, lebensfeindliche Welt zu begeben (ein Verzicht auf Popcorn und Chips wäre dabei sicher hilfreich), wird er unweigerlich zum bibbernden Schicksalsgenossen der tragischen Filmhelden. Ein Science Fiction, wie so häufig behauptet wurde, ist dieser Film nicht. Es sind ausschließlich Technologien im Spiel, die bereits existieren. Die amerikanischen Space Shuttles gehören sogar schon zum alten Eisen. „Gravity“ ist vielmehr die Geschichte eines Überlebenskampfes, der Auseinandersetzung des Einzelnen mit den übermächtigen Elementen. Noch einmal würde er diesen Film nicht machen, sagt Ausnahme-Regisseur Alfonso Cuarón („Children of Men“). Nach „Gravity“ sehnt er sich nur noch nach einer im Wortsinne bodenständigen Geschichte, in der die Schauspieler gehen, stehen und liegen, vielleicht auch schwimmen. Der Weltraum ist für ihn ab sofort tabu. Schön, dass er uns vorher diesen Film geschenkt hat. 

Verleih: Warner Bros. 
Bundesstart: 03. Oktober 2013
Genre: Science Fiction

Mehr Infos unter: www.Gravity-derFilm.de