Neu im Kino:

Griechische Hochzeits-Komödie geht in die zweite Runde

Wer glaubt, seine Familie sei anstrengend, hat noch nicht Toula und deren Sippschaft kennengelernt. In „My Big Fat Greek Wedding 2" geht es bei der griechischen Großfamilie wieder hoch her.

 „My Big Fat Greek Wedding 2" mit Elena Kampouris als Paris kommt am 24.März in die Kinos.
Universal Pictures „My Big Fat Greek Wedding 2" mit Elena Kampouris als Paris kommt am 24.März in die Kinos.

Großfamilien haben eine ganz besondere Dynamik. Geheimnisse? Fast nicht möglich. Eltern, Tanten, Cousinen, Schwager und Nichten - alle wollen mitreden. So auch bei Toula. Auch wenn sie seit vielen Jahren mit Ian verheiratet ist und eine 17-jährige Tochter hat, mischt sich ihre Familie immer noch überall ein. Wie schon der erste Teil ist auch „My Big Fat Greek Wedding 2" ein amüsanter Komödienspaß, gespickt mit jeder Menge Dramen und lustiger Klischees.

Da gibt es viel zu lachen für die Zuschauer - weniger dagegen für Toula. Denn die Sorgen für Tochter und Mann (John Corbett) und die Sonderwünsche ihrer Verwandtschaft stressen sie zunehmend. Kaum ein Tag ohne den Hilferuf: „Toula, tu doch was!". Und Toula tut jede Menge: Ihre Eltern bei Laune halten, im Restaurant aushelfen und ganz nebenbei noch ihre eingeschlafene Ehe mit Ian neu beleben und damit klarkommen, dass ihre Tochter ausziehen will.

Viele Lacher trotz mancher vorhersehbarer Szenen

Schlimmer geht es kaum? Oh doch, denn ihre Eltern machen eine schockierende Entdeckung. Das Einzige, das alles wieder in Ordnung bringen kann, ist eine große, griechische Hochzeit, mit Riesentorte, Luxuslimousine und einer prunkvollen Party für Hunderte Gäste, organisiert von? Klar, Toula.

An die Originalität des ersten Films reicht die Fortsetzung von Regisseur Kirk Jones nicht ganz heran. Manche Szenen sind etwas flach geraten und erwartbar. Doch Spaß macht der Film trotzdem. Vieles hat einen hohen - und sehr komischen - Wiedererkennungswert. Etwa, wenn der Vater, wie immer großartig gespielt von Michael Constantine, bei der kleinsten Verletzung mit seinem Wundermittel Windex anrückt und alles mit dem Reinigungsspray einnebelt.

„Zieh mir den Hals glatt"

Schön auch das große Drama, das Toulas Mutter inbrünstig abzieht und bei dem ihre Schwester Voula jedes Mal zu Hilfe eilen muss. Lieblingssatz der beiden Schwestern, wenn einer die Fotokamera zückt: „Zieh mir den Hals glatt". Kein Wunder, dass Paris oft peinlich berührt ist, etwa wenn der ganze Clan überraschend in ihrer Schule auftaucht und dort den großen Auftritt hinlegt. Oder wenn ihr Großvater ständig nachbohrt, wann die 17-Jährige endlich einen guten, griechischen Jungen zum Heiraten findet.

„In meiner Familie macht sich jeder Sorgen um den anderen", stimmt Toula gleich zu Beginn des Films ein. „Wir stehen uns nahe. Sehr nahe. Extrem nahe." Das macht kaum einer deutlicher als Voula, die völlig schmerzfrei und genussvoll intimste und oft auch sehr eklige Krankheitsgeschichten vor jedermann ausbreitet. Oder wenn sie Toula Tipps dafür gibt, wie sie ihren Ehemann verführen kann: „Verkleide dich als Zimmermädchen. Männer lieben morgendlichen Service. Und frag ihn, wie er die Eier mag."

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!