Buchveröffentlichung:

Hannes Hegen und seine Geschöpfe

Wie Ritter Runkel in den Brockhaus kam und wofür tickende Wanduhren gut sind, wenn es gilt, einen Kult zu erfinden: Darüber gibt das Mosaik-Handbuch Auskunft.

Wenn etwas erst einmal Kult geworden ist, dann gibt es auch einen Bedarf, alles darüber zu wissen. So verhält es sich auch mit den Digedags und ihren Abenteuern in den Mosaik-Heften. Und das, obwohl oder gerade weil seit ihrem ersten Erscheinen auf der Comic-Bildfläche fast schon 60 Jahre vergangen sind und seit fast 40 Jahren keine neuen Geschichten mehr erschienen sind. Dazwischen aber lagen 20 Jahre, die es in sich hatten und die im Mosaik-Handbuch von Reiner Grünberg und Michael Hebestreit ausführlich beleuchtet werden.

Der größte Teil des Buches wird vom Katalog eingenommen, der die Titel aller 223 Ausgaben in deutscher Sprache auflistet. Dazu kommen die Exporthefte, die auf besserem Papier gedruckt wurden und unter anderem auf finnisch, englisch, holländisch, serbokroatisch und ungarisch erschienen sind. Ausführliche Infos gibt es auch über die vierseitigen Beilagen, die den Mosaik-Heften beigelegt wurden. Unter anderem gab es da eine Serie namens „Klaus und Hein erzählen aus dem Pionierleben“, die ein Idealbild des sozialistischen Zusammenlebens mit kleinen reparablen Fehlern darstellte.

Texte über Johannes Hegenbarth und Ritter Runkel

Ergänzt wird das Ganze durch Texte, die sich mit dem Erfinder der Digedags, Johannes Hegenbarth, beschäftigen, aber auch mit einer seiner beliebtesten Figuren, dem Ritter Runkel. So wird erklärt, wie die Fantasiefigur es in den Brockhaus geschafft hat und was es mit seinen Ritterregeln auf sich hat. Und schließlich erfährt der Leser auch noch, woher der Name Digedags stammt. Hannes Hegen erinnert sich: „Ich grübelte lange, als ich meine Wanduhr ticken hörte, tick-tack, tick-tack, ticketack.“ So einfach ist das manchmal mit dem Kult.

Reiner Grünberg/Michael Hebestreit: Mosaik-Handbuch. Verlag Lehmstedt Leipzig, 320 Seiten, 24,90 Euro.

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