Erste Oscar-Anwärter bekannt:

Heiße Favoriten Cate Blanchett und Robert Redford

Erst Anfang März werden die Oscars verteilt. Doch das große Getuschel um Hollywoods Filmfavoriten läuft schon jetzt heiß. Am Donnerstag werden bereits die Golden-Globe-Kandidaten verraten.

Kritiker favorisieren Robert Redford für seine Rolle in "All is Lost", Cate Blanchett hängte die Konkurrenz mit ihrer Rolle in "Blue Jasmine" ab.
epa Kritiker favorisieren Robert Redford für seine Rolle in "All is Lost", Cate Blanchett hängte die Konkurrenz mit ihrer Rolle in "Blue Jasmine" ab.

Es ist kein „Titanic“- oder „Herr der Ringe“- Jahr, in dem alle Preis-Hoffnungen auf wenigen Filmen ruhen. Es gibt diesmal auch keine sicheren Gewinner, wie in dem Jahr, als „Blind Side“-Star Sandra Bullock als klarer Favorit gehandelt wurde und am Ende Oscar- und Globe-Gold nach Hause holte. Diesmal sind etliche Anwärter im Rennen, und der „Oscar-Buzz“ – also das Dauer-Getuschel über die Favoriten – ist damit umso spannender.

Auch wenn die Oscar-Trophäen erst Anfang März in Hollywood verliehen werden, überschlagen sich schon jetzt die Prognosen über die möglichen Preisabräumer. Die Bekanntgabe der Golden-Globe-Nominierungen am Donnerstag dürfte das Rätselraten ein wenig erleichtern. Die Mitte Januar verliehenen Globes gelten schließlich als Wegweiser für die Oscar-Gala. Am 16. Januar werden dann die Oscar-Anwärter verlesen, am 2. März geht Hollywoods größte Trophäen-Party zum 86. Mal über die Bühne.

Wer wird wohl diesmal Gold holen: ein brutales Sklavendrama, ein Überlebens-Thriller im Weltraum oder ein dreistündiges Epos über Betrug, Geiz und Exzesse an der Wall Street? Steve McQueens „12 Years a Slave“, Alfonso Cuaróns „Gravity“ und Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ werden als Kandidaten für den „Besten Film“ gehandelt. Ebenso sorgen Woody Allens „Blue Jasmine“ und das Piraterie-Drama „Captain Phillips“ für Trophäen-Buzz.

„Redford“ und „Blanchett“ hört man es tuscheln

Zum Auftakt der Filmpreis-Saison verteilen Kritikerverbände erste Trophäen und Vorschusslorbeeren. Einer ihrer Favoriten: Robert Redford, der durch seinen Soloauftritt als schiffbrüchiger Segler in „All is Lost“ die männliche Konkurrenz ausstach. Für seine fast wortlose „Tour de Force“ hätte der 77-Jährige auch einen Oscar verdient, meinen viele Kritiker. Redford wird es nicht leicht haben, neben Matthew McConaughey als abgemagerter Aidskranker in „Dallas Buyers Club“, Chiwetel Ejiofor als gequälter Sklave in „12 Years a Slave“ und Bruce Dern in „Nebraska“. Dern, ebenfalls 77 Jahre alt, spielt in dem Roadmovie einen verwirrten Vater, der einen vermeintlichen Millionengewinn persönlich im US-Staat Nebraska abholen will.

In der Frauen-Riege sticht Cate Blanchett hervor. Nach ihrem Nebenrollen-Oscar für „Aviator“ (2005) könnte sie in der Rolle einer verarmten Millionärs-Witwe in Woody Allens „Blue Jasmine“ ihren ersten „Best Actress“-Oscar holen. Es sei denn, „Gravity“-Star Sandra Bullock schlägt als toughe Astronautin zu. Oder Meryl Streep nimmt ihren vierten Oscar in Empfang. In der Familiensaga „August: Osage County“ glänzt Streep als tablettensüchtige Matriarchin.

Nach den Vorschriften der Oscar-Akademie müssen Filme vor dem Jahresende in US-Kinos angelaufen sein, um sich für eine Nominierung zu qualifizieren. Auf den letzten Drücker bringt Martin Scorsese nach Weihnachten daher noch den Wall-Street-Thriller „The Wolf of Wall Street“ in die Kinos. Leonardo DiCaprio spielt darin den US-Börsenmakler Jordan Belfort, der wegen illegaler Finanzgeschäfte in den 1990er Jahren fast zwei Jahre hinter Gittern verbrachte.

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