"The Interview":

Hoch brisanter Film kommt nun auch zu uns in die Kinos

Verschwörungstheorien, ein enormer Hacker-Angriff und politische Anspannung zwischen Nordkorea und den USA: Noch vor dem Kinostart hat die Satire „The Interview“ für Schlagzeilen gesorgt.

Die Nordkorea-Satire kommt auch im Nordosten in die Kinos. Wann genau ist allerdings noch unklar.
Columbia Pictures Die Nordkorea-Satire kommt auch im Nordosten in die Kinos. Wann genau ist allerdings noch unklar.

So etwas hat es in der Filmgeschichte wohl noch nie gegeben: Eine ziemlich klamaukige Komödie führt zu politischen Spannungen und beherrscht damit tagelang die internationalen Nachrichten. Der Medienkonzern Sony zog schließlich die Reißleine und stoppte im Dezember den geplanten US-Start der Satire „The Interview“, der von einem fiktiven Attentat auf den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un erzählt. Angeblich hatte es Terrordrohungen aus Pjöngjang gegeben.

Ob sich etwas durch die Ereignisse in Nordamerika bei uns geändert hat? Ob der Film in weniger Kinos starten wird als einst angedacht? Dazu sagt Sony Deutschland auch auf Nachfrage des Nordkurier nichts. Von den großen Kinoketten ist ebenfalls kaum mehr zu erfahren. „Natürlich haben wir die Berichterstattung in den USA verfolgt und wie der Film dort zu einem Symbol für Meinungsfreiheit wurde“, erklärt etwa Oliver Fock, Cinestar-Geschäftsführer. Und: Man habe sich dazu entschlossen, „The Interview“ zu zeigen.

Anfang nächster Woche folgt Entscheidung

Im Nordosten ist „The Interview“ auf jeden Fall noch in keinem Kinoprogramm zu finden. „Wir warten ab, wie die allgemeine Nachfrage ist“, sagt eine Mitarbeiterin des Kinocenters in Anklam. Auch größere Ketten, wie das Cinestar, scheinen sich trotzdem nicht wirklich sicher, ob der Film auf die Leinwand kommt. Zwar taucht er dort in der Vorschau auf, jedoch mit dem Hinweis, dass eine Programmbestätigung noch ausstehe. Das entscheide sich erst Anfang nächster Woche, sagt eine Pressesprecherin der Kinokette. Angst vor Anfeindungen wegen des Films seien aber kein Grund für das Zögern. „The Interview“ werde behandelt, wie jeder andere Kinofilm auch.

So ist dann auch die Geschichte von „The Interview“ mit ihren absurden Wendungen durchaus unterhaltsam: Zwei US-Journalisten (James Franco und Seth Rogen) erhalten die Chance, Kim in Nordkorea zu interviewen. Der Geheimdienst CIA wittert seine Chance und bittet die beiden, den Diktator bei der Gelegenheit umzubringen – doch das läuft gehörig schief und die beiden Journalisten stolpern durch das Chaos. Dabei freundet sich Dave (Franco) mit dem einsamen Kim an, entdeckt Parallelen wie einen lieblosen Vater und die Vorliebe für Popstar Katy Perry.

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