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Interstellar

In einer nicht allzu fernen Zukunft haben wir es endlich geschafft. Die Erde ist ausgeblutet und Sandstürme vernichten ohnehin klägliche Ernten. Nun müssen die Retter unserer Welt her und sich auf eine lange und gefährliche Reise machen.

Astronautin Brand (Anne Hathaway) und Wissenschaftler Cooper (Matthew McConaughey) begeben sich auf eine Entdeckungsreise in die Galaxis.
Melinda Sue Gordon/WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND PARAMOUNT PICTURES CORPORATION Astronautin Brand (Anne Hathaway) und Wissenschaftler Cooper (Matthew McConaughey) begeben sich auf eine Entdeckungsreise in die Galaxis.

Die jüngste Generation wird vielleicht die letzte sein, die auf der Erde noch überleben kann. Der Schaden jedenfalls ist irreversibel. Professor Brand (Michael Caine) ist entschlossen, den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Dafür sieht er nur eine Möglichkeit: wir müssen auswandern. In Ermangelung einer zweiten Erde in unserem Sonnensystem soll ein Raumschiff in fremden Galaxien nach neuem Lebensraum suchen. Sein Weg führt durch ein Wurmloch und die langjährige Reise ist mit extremen Risiken verbunden. Hier kommt Cooper (Matthew McConaughey) ins Spiel. Der ehemalige Pilot und Ingenieur und heutige Farmer soll die Expedition anführen. Cooper lehnt dankend ab, schließlich hat er sich allein um zwei Kinder zu kümmern. Und besonders Tochter Murph (in jungen Jahren Mackenzie Foy) ist äußerst sensibel und auf ihren Vater fixiert. Aber der Professor macht Cooper schnell deutlich, dass er seinen Lieben nur beim Überleben hilft, wenn er sich auf die Reise macht.

Wenn Christopher Nolan den Weltraum auf die denkbar spektakulärste Weise inszeniert, ist das nicht nur ein Produkt seiner ausufernden Fantasie. Akribisch wie immer hat der Filmemacher seine Hausaufgaben erledigt und u.a. ein schwarzes Loch geschaffen, das den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen standhält. Wie die meisten Science-Fiction-Filme ist auch „Interstellar“ ein Plädoyer, hier und heute etwas an unserer Lebensweise zu ändern. Das Herunterbrechen der Weltenrettungsgeschichte auf die familiäre Ebene führt zu zahlreichen emotionalen Momenten, die man von Nolan bislang weniger gewohnt war. Matthew McConaughey ist als Held und verletzlicher Vater gleichermaßen glaubwürdig. Hin und wieder ein Augenzwinkern hätte der beinahe dreistündigen Odyssee gut zu Gesicht gestanden. Aber den unendlichen Weiten wurde zweifelsohne ein wuchtiges Abenteuer mit Klassiker-Potential abgetrotzt.
 

Verleih: Warner Bros. 
Bundesstart: 06. November 2014  
Genre: Science Fiction

Mehr Infos unter: www.Interstellar-derFilm.de