Neu im Kino:

Jackpot - Vier Nieten landen einen Treffer

Dass die Skandinavier ihre Krimis gern blutig mögen, ist längst kein Geheimnis mehr. Auch in Norwegen wird der Homo Sapiens gern fachgerecht erlegt und aufgebrochen. Die Vorlage zum unterhaltsamen Gute-Laune-Gemetzel namens „Jackpot“ lieferte Jo Nesbø („Headhunters“).

Die glückliche Tippgemeinschaft (l-r) Oscar (Kyrre Hellum), Billy (Arthur Berning), Tresko (Andreas Cappelen) und Thor (Mads Ousdal)
Fantefilm Fiksjon AS Die glückliche Tippgemeinschaft (l-r) Oscar (Kyrre Hellum), Billy (Arthur Berning), Tresko (Andreas Cappelen) und Thor (Mads Ousdal).

Oscar (Kyrre Hellum) ist geliefert, soviel steht fest. Er wurde in einem Stripclub als einziger Überlebender zwischen übel zugerichteten Leichen verhaftet. Dass Oscar dabei eine Pumpgun bei sich trug, hat gewisse Verdachtsmomente ausgelöst. Der junge Mann, der sich bei der Firma „Evergreen“ um ehemalige Strafgefangene kümmert, wird nun von dem wunderlichen Kommissar Solør (Henrik Mestad) verhört. Und dessen Ohren kommen in den Genuss einer wirklich abenteuerlichen Geschichte.

Alles begann mit einem Gewinn beim Fußballtoto „TIPP 2000“. Oscar hat in nicht ganz freiwilliger Tippgemeinschaft mit seinen schwarzen Schäfchen Thor (Mads Ousdal), Billy (Arthur Berning) und Tresko (Andreas Cappellen) 1,7 Millionen norwegische Kronen abgeräumt, immerhin stolze 210.000 Euro. Eigentlich ein stattliches Sümmchen, aber wie so oft kriegen die Gewinner den Hals nicht voll und trachten auch nach dem Anteil des Anderen. Da die vorbestraften Kerle allesamt weder besonders helle noch zimperlich sind, dezimiert sich das Quartett nach und nach gegenseitig - bis zu besagtem Showdown, der die Karten noch einmal ganz neu mischt…     

Für jede skurrile Figur wurde eine perfekte Besetzung gefunden. Die Schauspieler agieren mit einer solchen stoischen Überzeugungskraft, dass man ihnen selbst irrationalste Handlungen irgendwie abnimmt. Sensible und zartbesaitete Gemüter sollten in diesem Falle von einem Kinobesuch dringend absehen, denn Regisseur Magnus Martens veranstaltet eine mächtige Sauerei. „Jackpot“ ist übrigens angenehm kurz und knackig. Nach nicht einmal 90 Minuten sind schon fast alle tot.

Wertung:
Anspruch: 0
Spannung: 3
Action: 3
Humor: 3
Erotik: 0

Verleih: NFP       
Bundesstart: 14. November 2013       
Genre: Krimikomödie

Mehr Infos unter: www.jackpot-film.de

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