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Kabinett vertagt Entscheidung zu Theatern

Die Theater in Mecklenburg-Vorpommern warten auf die Auszahlung zugesagter Soforthilfen, besonders dringend das Staatstheater in Schwerin. Doch das Kabinett hat seine Entscheidung verschoben.

Theatermitarbeiter, Einwohner und die Mitglieder der Fraktion der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern protestieren vor der Staatskanzlei in Schwerin für eine sichere Zukunft des Mecklenburgischen Staatstheaters.
Jens Büttner Theatermitarbeiter, Einwohner und die Mitglieder der Fraktion der Linken im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern protestieren vor der Staatskanzlei in Schwerin für eine sichere Zukunft des Mecklenburgischen Staatstheaters.

Das Kabinett hat in seiner Sitzung am Dienstag keine Entscheidung zu den Theatern in Mecklenburg-Vorpommern getroffen. Hintergrund seien die Gespräche, die gegenwärtig über die Zukunft des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin liefen und noch nicht abgeschlossen seien, sagte ein Regierungssprecher nach der Ministerrunde. Diese Gespräche seien auf einem guten Weg, es gebe aber noch Beratungsbedarf. Ziel sei es, noch in diesem Jahr zu einem Abschluss zu kommen. Das Kabinett werde Donnerstagfrüh vor der Sitzung des Landtages zu einer Sondersitzung zum Thema Theater zusammenkommen.

Auszahlung von Soforthilfen fraglich

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte vor wenigen Tagen den für Anfang 2016 geplanten Einstieg des Landes als Mehrheitsgesellschafter beim Schweriner Staatstheater wieder in Frage gestellt. Hintergrund sind Streitigkeiten über den Finanzbedarf von Mecklenburg-Vorpommerns größter Bühne in den kommenden Jahren. Auch die vor längerem zugesagte Soforthilfe in Höhe von 1,5 Millionen Euro für 2015, die jetzt fällig ist, soll deshalb nicht ausgezahlt werden, hieß es. Damit steht das Staatstheater mit seinen gut 300 Mitarbeitern kurz vor der Insolvenz. Andere Theater in Mecklenburg-Vorpommern warten ebenfalls auf die Auszahlung von Soforthilfen. Auch darüber soll das Kabinett entscheiden. Alles hänge miteinander zusammen, sagte der Regierungssprecher.

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