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Keine Angst vor Paukenschlägen

Ein Berliner Orchester debütiert als Nordkurier-Sinfoniker. Lauter junge Leute, die neben der Musik dieselben Vorlieben haben wie ihre Altersgefährten – nur dass ihnen in Neubrandenburg nicht viel Zeit dafür bleibt.

Mal so richtig auf die Pauke hauen wollen Nordkurier-Chef Lutz Schumacher (links) und Sinfoniker-Dirigent Andreas Schulz mit der Idee zum Doppelkonzert.
Susanne Schulz Mal so richtig auf die Pauke hauen wollen Nordkurier-Chef Lutz Schumacher (links) und Sinfoniker-Dirigent Andreas Schulz mit der Idee zum Doppelkonzert.

Neubrandenburg. Jetzt aber fix: Wer noch nicht abgestimmt hat, welche Musik er am 3. Dezember in der Neubrandenburger Konzertkirche am liebsten hören möchte, kann das nur noch heute tun. Um für den dazugehörigen Kinder-Wettbewerb ein Nussknacker-Bild zu malen, weil an jenem Tag gleich in zwei Konzerten die berühmte „Nussknacker-Suite“ gespielt wird, ist noch Zeit bis zum 11. November. Außerdem sollten Musikfans natürlich nicht vergessen, sich rechtzeitig Eintrittskarten zu besorgen für das Ereignis, mit dem die Nordkurier-Sinfoniker ihr Debüt geben.

„Weder Familien noch Kita-Gruppen sollten sich diese Gelegenheit entgehen lassen“, wirbt Lutz Schumacher, Geschäftsführer der Nordkurier-Mediengruppe. Selbst Klassik-Fan, hat er nach einem Konzertbesuch in Berlin das Junge Sinfonieorchester für seine Wahlheimat erwärmen können: „Ich war sehr beeindruckt, so junge Leute auf so hohem Niveau spielen zu hören“, erzählt er. Und Orchestergründer und -dirigent Andreas Schulz ließ sich nicht nur für das Gastspiel begeistern, sondern auch für die Idee, einen Tag lang den Namen zu wechseln und als Nordkurier-Sinfoniker aufzutreten.

Welche Sinfonie hat am Ende die Nase vorn?

„Keine Angst vor Klassik“ ist gewissermaßen das Motto des Tages. Das gilt nicht nur den Lütten, die beim Kinderkonzert am Nachmittag ganz sicher nicht zum Stillsitzen verurteilt sind. Was Neubrandenburger Kinder so können, zeigen die Mädels von der Tanzaktion. Und für den Abend kann das Publikum sogar über das Programm mit entscheiden. Da zwei der drei angebotenen Sinfonien nach Landstrichen benannt sind, die „Rheinische“ von Robert Schumann und die „Italienische“ von Felix Mendelssohn Bartholdy – ist es da nicht ein Jammer, dass es nicht auch eine „Mecklenburgische“ gibt? „Wer weiß, vielleicht kennen wir sie nur noch nicht“, so Andreas Schulz.

Ohnehin setzt er auf ein Programm, mit dem das Publikum schnell warm werden kann. Auch seine Musiker, verspricht er, punkten mit unbeschwertem Zugang zur Musik: „Das sind lauter junge Leute, die abends und an den Wochenenden genauso gern ausgehen wie andere auch.“ Leider werden sie wohl in Neubrandenburg gar nicht viel Gelegenheit dazu haben: Nur ein Tag steht ihnen hier zur Verfügung, und danach warten schon die nächsten Projekte.

Von der Konzertkirche, die übrigens berühmter sei als die Stadt selbst, ist der junge Dirigent schon mal sehr angetan: „Tolle Atmosphäre, tolle Akustik“, fasst er seine ersten Eindrücke zusammen. Und trifft damit durchaus den Nerv von Lutz Schumacher, der bei vielen auswärtigen Konzertbesuchen bestätigt findet, dass der heimische Saal im Vergleich bestens abschneidet.
Der richtige Ort also für das Debüt der Nordkurier-Sinfoniker.

Das Kinderkonzert am 3. Dezember beginnt um 15.30 Uhr, das Abendkonzert um 19.30 Uhr in der Konzertkirche Neubrandenburg. Karten gibt es beim Servicepunkt im Nordkurier-Medienhaus, Friedrich-Engels-Ring 29 in Neubrandenburg sowie beim Nordkurier-Ticketservice unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4575-033.

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