Festspiele Mecklenburg-Vorpommern:

Klassisches Finale im Land Fleesensee

1500 Gäste erlebten den Abschluss der erfolgreichen Open-Air-Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Gewinnend humorvoll erwies sich das MDR- Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi mit Ludwig van Beethovens 8. Sinfonie.
Uwe Roßner Gewinnend humorvoll erwies sich das MDR- Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi mit Ludwig van Beethovens 8. Sinfonie.

Konzerte unter freiem Himmel haben ihren ganz besonderen Reiz. Gerade wenn das Wetter mitspielt. „Der Sommer hat uns und dem Bundesland gut getan“, äußerte Matthias von Hülsen, Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Äußerst zufrieden zeigte er sich über die diesjährige Open-Air-Saison. Ohne Feuerwerk, aber mit einem betont klassischen Kehraus ging diese zu Ende. Nach Johannes Brahms Akademischer Festouvertüre op. 80 bewies Matthias Schorn als diesjähriger Preisträger in Residence mit Wolfgang Amadeus Mozarts letztem Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622 seine mühelos intensive wie feine instrumentale Klasse. Genussvoll zupackend präsentierte Martin Stadtfeld Johann Sebastian Bachs groovendes d-Moll-Konzert BWV 1052. Gewinnend humorvoll erwies sich das MDR- Sinfonieorchester unter Kristjan Järvi mit Ludwig van Beethovens 8. Sinfonie.

„Ich bin immer wieder gern im Land Fleesensee“, erzählte Oskar Hinteregger im Anschluss. Der in der Berliner Vertretung tätige Regionmanager von Österreich Werbung Deutschland lobte Fleesensee als tolles touristisches Format und beneidete die Region um ihren vielen Platz. „Hier wird viel Spannendes und Richtungsweisendes gemacht“, fügte er hinzu. „Das Land Fleesensee ist ein Aushängeschild für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bernd Fischer als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Verbindung von fantastischer Kulisse wie erfahrbarer Spitzenqualität seien der zukünftige Weg des Bundeslandes im Bereich des Fremdenverkehrs.

„Ich liebe es, hier zu sein“, gestand der Dirigent Kristjan Järvi. Dem gebürtigen Esten ist es wichtig, dass ostdeutsche Klangkörper wie das MDR-Sinfonieorchester gepflegte Verbindungen zu internationalen Musikfestivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern unterhalten und sie dort auch ihr Podium haben. „Es ist ein fantastisches Festival“, findet Järvi als international gefragter Gastdirigent.

„Es war ein wundervolles Erlebnis“, erzählte Martin Stadtfeld nach seinem Auftritt im Schlosspark am Signiertisch. Hochachtung äußerte der Pianist gegenüber dem Publikum: „Die Musik von Johann Sebastian Bach ist für mich immer etwas besonderes. Gerade die Zuhörer hier begreifen dies und sind dafür äußerst aufgeschlossen. Und das in dieser wundervollen Szenerie.“

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