Schluss mit "Tatort":

Kleiner Kommissar beweist weitere Künstler-Fähigkeiten

Ritter&Stark: Das war 13 Jahre lang das Berliner „Tatort“-Duo. Die beiden Kommissare gehen von nun an getrennte Wege. Für die letzte Folge bedeutet das: Mächtig Knalleffekte.

Der Schauspieler Boris Aljinovic steht vor seinem letzten Fall als "Tatort"-Kommissar.
Gregor Fischer Der Schauspieler Boris Aljinovic steht vor seinem letzten Fall als "Tatort"-Kommissar.

Wenn Schluss ist, dann richtig: Dominic Raacke (55) alias Till Ritter wollte keine große Abschiedsnummer beim Berliner „Tatort“. Sein Kollege Boris Aljinovic (47) bekommt zum Finale ein Solo. Nach 13 Jahren löst er am 16. November seinen letzten Fall. In „Vielleicht“ ist Kommissar Felix Stark Chef einer Mordkommission und hat ein Team von jungen Leuten um sich. Es geht um unheimliche Vorahnungen: Eine Norwegerin glaubt, dass eine Studentin ermordet wird – und es passiert tatsächlich.

Sowohl der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) als auch die Schauspieler hatten gesagt, dass das Ende für Ritter & Stark einvernehmlich war. Einen letzten gemeinsamen Dreh wollte Raacke dann aber nicht mehr, Aljinovic war bei seiner Abschiedsvorstellung in einem Berliner Kino allein. Nachfolger werden Mark Waschke (42) und Meret Becker (45), die gerade ihren ersten Fall drehen. Künftig soll die Stadt Berlin eine größere Rolle spielen.

Aljinovic gab sich bei der Preview zum „Tatort“ gelassen. Zum Boom des Formats sagte er: „Da bin ich jetzt raus.“ Er räumte aber ein, dass er künftig die „Kohle“ für seinen Einsatz bei dem ARD-Dauerbrenner ein bisschen vermissen wird.

In Zukunft warten Theater und Hörbücher

Regisseur und Autor Klaus Krämer beschert Kommissar Stark ein fulminantes Finale, das in der letzten Szene wahrscheinlich bei Twitter einen Sturm auslösen wird. Eine schöne Idee des Films: Aljinovic darf sein Talent als Comiczeichner zeigen. „Vor der Zeichnung hatte ich Lampenfieber“, sagt er.

Unwichtig ist, wer letztendlich der Mörder ist. Hauptfigur ist neben dem Kommissar eine Norwegerin, gespielt von der Neu-Berlinerin Lise Risom Olsen. Nach ihrem Fernsehdebüt in Deutschland hofft sie auf weitere Rollen. Figuren wie Trude sind eine Bereicherung. Sie spiegeln auch Berliner Wirklichkeit: Die Stadt ist internationaler geworden.

Für Boris Aljinovic wird das Theater künftig die Regelmäßigkeit des „Tatorts“ ersetzen. Außerdem spricht er Hörbücher und Hörspiele ein. „Und irgendwo wartet auch schon eine Kamera. Mal sehen."

„Vielleicht“ läuft am Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD.

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