Neu im Kino:

Macho Man - Deutsches Weichei trifft türkische Schönheit

Christian Ulmen mimt in Christof Wahls Bestseller-Verfilmung "Macho Man" den freundlichen Trottel, der zum Macho mutiert, um der Familie seiner türkischen Freundin zu imponieren.

Christian Ulmen (l) als Daniel und Aylin Tezel als Aylin in einer Szene des Kinofilms"Macho Man".
Universum Film Christian Ulmen (l) als Daniel und Aylin Tezel als Aylin in einer Szene des Kinofilms"Macho Man".

Wenn ein käsiger, deutscher Softie auf eine moderne, türkische Schönheit trifft, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Das hat Moritz Netenjakob mit seinem Besteller “Macho Man“ bewiesen, aus dem er ein Drehbuch destilliert hat. Christof Wahl hat es nun verfilmt mit - wer könnte besser passen - Christian Ulmen in der Titelrolle.

Immerhin, selbstkritisch ist er, dieser leicht übergewichtige, von seinen Eltern zum Weichei und Frauenversteher erzogene Daniel (Ulmen). „Auf einer Skala von Schlumpf bis Batman bin ich maximal bei Bastelschlumpf“ gesteht er später seinem türkischen Schwager in spe. Auch seine Kollegen in der Werbeagentur lassen keinerlei Zweifel an seiner Unattraktivität. Bei seiner Kollegin Lysa rangiert Daniel mit seinem Sex-Appeal sogar hinter Harald Glööckler.

Vorstellung bei der Familie geht schief

Da gönnt man dem sympathischen Loser doch einen heißen Flirt im Cluburlaub in der Türkei. Warum ausgerechnet die Animateurin Aylin (Aylin Tezel) auf den Typen mit Trecking-Sandalen und hochklappbarer Sonnenbrille steht, mag zwar verwundern, scheint zugleich aber auch ganz logisch. Daniel ist schließlich kein Aufschneider und Draufgänger, dafür witzig und kinderlieb - und wird zum Glückspilz. Denn Aylin lebt ebenso wie er in Köln und kehrt auch dahin nach ihrem Sommerjob zurück. Nun muss Daniel nur noch in die türkische Familie eingeführt werden.

Das geht gründlich schief: Daniel hat einen schlaffen Händedruck, keinerlei Ahnung von türkischem Fußball und nutzt auch schon mal die heilige Tageszeitung “Hürriyet“ als Grillanzünder. Das kommt selbst bei Aylins liberalen Familienmitglieder nicht gut an. Und auch sie hat es bei Daniels Eltern nicht leicht: Die fragen sie unverblümt nach unterschiedlichen Sexpraktiken.

Das klingt nach plumpem Klamauk, ist es auch. Denn damit nicht genug. Um Aylins Verwandtschaft doch noch für sich zu gewinnen, geht Daniel bei Aylins Bruder Cem (Dar Salim) und dessen Kumpanen in die Macho-Schule. Plötzlich kann Daniel zwar bei so mancher Frau landen, dafür aber wendet sich Aylin von ihm ab.

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