Kunst mittels moderner Technik:

Maler zeichnet gleichzeitig in drei Städten

Ein Wiener Künstler zeichnete mit Hilfe von Robotern live in Wien, Berlin und London. Er will mit der Simultan-Aktion aus Österreich die Angst vor neuen Technologien nehmen.

Ein ferngesteuerter Roboter (Mitte) zeichnet in Berlin das Kunstwerk „Long Distance Art“ vom Wiener Künstler Alex Kiessling. Auf den Monitoren ist das Ereignis in den anderen beiden Städte Wien (l.) und London (r.) zu sehen.
Ole Spata Ein ferngesteuerter Roboter (Mitte) zeichnet in Berlin das Kunstwerk „Long Distance Art“ vom Wiener Künstler Alex Kiessling. Auf den Monitoren ist das Ereignis in den anderen beiden Städte Wien (l.) und London (r.) zu sehen.

Ein Maler, zwei Roboter, drei Gemälde: Der Künstler Alex Kiessling griff mit Hilfe ausgefeilter Technik gleich in drei Städten gleichzeitig zum Stift. Als er am Donnerstag im Wiener Museumsquartier den ersten Strich bei seinem Bild setzte, entstand in Berlin und London simultan das – fast – gleiche Werk. Mit seinem Projekt „Long Distance Art“ will der Wiener die Furcht vor Robotern nehmen und auf die positiven Aspekte der neuen Technologie hinweisen. „Wie soll die neue Technik Einzug in unser Leben halten?“, fragte der Künstler im Vorfeld der Aktion.

Als er also seinen Stift zum Zeichnen von porträtartigen Gesichtern anlegte, wurde jede kleinste Bewegung des 33-Jährigen von sensiblen Sensoren erfasst. Nahezu zeitgleich wurde das per Satellit an die fast drei Meter großen und mehr als 400 Kilogramm schweren elektronischen Arme nach Berlin am Breitscheidplatz und in London am Trafalgar Square weitergeleitet.

Einige der Feinheiten von Kiesslings Originalbild gingen aber gleich zu Beginn sichtbar verloren. Feine Schattierungen wurden in den Parallel-Werken deutlich dunkler. Striche kamen hinzu, wo sie eigentlich nicht hinzu kommen sollten. „Abweichungen waren von Anfang an Teil der Idee“, sagte Kiessling.

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