Neu im Kino:

Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth

Schon wieder ein Blick in eine düstere Zukunft, in der Kids ums Überleben kämpfen? Ja, aber „Maze Runner“ entwirft eine eigene, unverwechselbare Welt und liefert dem Zuschauer atemraubende Spannung.

Die Gefangenen haben sich zu einer kleinen Gesellschaft formiert und die Arbeitsteilung klar geregelt.
Twentieth Century Fox Die Gefangenen haben sich zu einer kleinen Gesellschaft formiert und die Arbeitsteilung klar geregelt.

Science-Fiction-Romane für ein jugendliches Publikum entwerfen heute meistens das Bild einer traurigen, trostlosen Zukunft, in der jeder täglich um sein Leben kämpfen muss. Vielleicht schaffen diese Storys ja tatsächlich ein Bewusstsein für die Gefahren, auf die wir uns zubewegen. Vielleicht lassen sie tatsächlich eine Generation heranreifen, die sich engagiert, um die Welt zu einem besseren Platz zu machen. Hollywood stürzt sich auf Geschichten wie „Die Tribute von Panem“ oder „Divergent – Die Bestimmung“, weil das Heer der Leser einen verlässlichen Grundstock für ein großes Publikum bildet. Egal, ob man sich hinterher aufregt oder den nächsten Teil kaum erwarten kann, das Ticket ist gelöst.

Auch James Dashners Bestseller, die auf Deutsch unter dem Titel „Die Auserwählten“ erschienen sind, schlagen in diese Kerbe. Seit dem Erscheinen des ersten Bandes 2009 wurde die Handlung häufig mit dem Klassiker „Der Herr der Fliegen“ verglichen. Gewisse Parallelen sind nicht zu verleugnen, aber im 21. Jahrhundert geht es natürlich actionmäßig ganz anders zur Sache. 

Besser vor Einbruch der Dunkelheit zurück...

Als Thomas (Dylan O'Brien) erwacht, kann er sich an nichts mehr erinnern. Es hat ihn – wie auch immer - auf eine Lichtung verschlagen, die von riesigen Betonmauern umschlossen wird. Ein paar Dutzend andere Jungs nehmen ihn als Frischling in Empfang. Schnell lernt Thomas das System hinter diesem geheimnisvollen Ort kennen. Die Gefangenen haben sich zu einer kleinen Gesellschaft formiert und die Arbeitsteilung klar geregelt. Besonders prestigeträchtig, aber auch gefährlich ist der Job der „Maze Runner“. Sie begeben sich in das Labyrinth, das morgens seine Türen öffnet, kartieren es und suchen nach einem Ausgang. Man tut gut daran, vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück im Lager zu sein, denn dann schließen sich die Tore und im Labyrinth übernehmen wahre Monster die Kontrolle. Als kurz nach Thomas das erste Mädchen namens Teresa (Kaya Scodelario) auf der Lichtung auftaucht, ist das ein Vorbote dafür, dass die Spieleleitung hinter den Mauern die Karten neu gemischt hat…

Regisseur Wes Ball hat bei seinem Spielfilmdebüt alles richtig gemacht. Die Jungstar-Besetzung besticht durch Charisma und schauspielerisches Talent, die visuelle Umsetzung ist beeindruckend. Und trotz einer kontinuierlich angezogenen Spannungsschraube bleibt genügend Zeit für kluge Gedanken und positive Botschaften. So darf es gerne weitergehen.   

Verleih: Fox            
Bundesstart: 16. Oktober 2014 
Genre: Science Fiction / Fantasy

www.foxfilm.de

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