Interview mit Joachim Kümmritz:

Müssen Sie sich Rostock auch noch antun, Herr Kümmritz?

Derzeit hat Joachim Kümmritz schon reichlich zu tun. Er ist sowohl Intendant am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als auch an der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (TOG). Jetzt soll der 66-Jährige auch noch das Volkstheater Rostock leiten.

Joachim Kümmritz soll Nachfolger des entlassenen Intendanten Sewan Latchinian am Rostocker Volkstheater werden.
Jens Büttner Joachim Kümmritz soll Nachfolger des entlassenen Intendanten Sewan Latchinian am Rostocker Volkstheater werden.

Herr Kümmritz, Sie sind bereits Intendant in Schwerin und Neubrandenburg/Neustrelitz. Warum müssen Sie sich denn Rostock auch noch antun?

Wenn ich an drei Theatern gleichzeitig wäre, könnte ich mich in der Tat erschießen. Aber in Schwerin höre ich planmäßig zum Ende dieser Spielzeit Anfang Sommer auf. Dann wäre diese Belastung schon einmal weg.

Sie feiern demnächst ihren 67. Geburtstag. Spätestens dann setzen sich die meisten Menschen zur Ruhe.

Seit 2014 bewältige ich bereits die Doppelbelastung als Intendant in Schwerin und Neubrandenburg beziehungsweise Neustrelitz. Ich bin doch noch ein junger Mann, zumindest fühle ich mich so. Scherz beiseite: Die Herausforderungen in Rostock erschienen riesig. Seit Monaten streiten Bürgerschaft und Bürgermeister um die Abwicklung von zwei der vier Sparten aus Einsparungsgründen. Zudem braucht es in der Hansestadt dringend einen Theaterneubau.

Wie wollen Sie diese Aufgaben stemmen?

Zunächst muss ich natürlich die Gespräche mit den Vertretern der Stadt Rostock abwarten. Aber ich sage klar: Ich werden nicht als Abwickler an das Theater gehen. Ich strebe an, ein normales Mehrsparten-Theater in Rostock zu erhalten. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es allerdings, den Krieg zwischen allen Beteiligten an der Theaterdiskussion zu beenden.

 

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