Neue Theater-Produktion:

Nachfolge für Udo-Jürgens-Musical steht fest

Schnelles Ende für die Berliner Inszenierung „Ich war noch niemals in New York“. Schon ab Herbst geht es auf der Bühne des Theater des Westens dann verrucht und böse zu.

„Chicago“ bietet keine bunten Kulissen, keine Akrobatik, sondern ein großes Ensemble und leise Tanz-Nummern.
Stage Entertainment / Jan Potente „Chicago“ bietet keine bunten Kulissen, keine Akrobatik, sondern ein großes Ensemble und leise Tanz-Nummern.

Die Reise geht weiter! Sie führt von New York nach Chicago. Wenn sich am 27. September der letzte Vorhang für das Musical „Ich war noch niemals in New York“ im Berliner Theater des Westens gesenkt hat, hebt er sich wenige Wochen danach für die Tanz-Show „Chicago“. Das geht aus einer Casting-Ausschreibung hervor, die dem Nordkurier vorliegt. Der Musical-Konzern Stage Entertainment wollte sich dazu nicht äußern.

Statt Herz, Schmerz, Happy-End und Schlager-Melodien geht es nach einem kurzen Bühnenumbau, dann ganz anders, bitterböse zu. Denn die Produktion, die seit 18 Jahren ohne Unterbrechung am Broadway in New York läuft, besinnt sich zurück auf die ursprünglichen Elemente eines Musicals. Steppnummern wechseln sich mit ausgefeilten Tanzeinlagen ab, in die die Big-Band, die direkt auf der Bühne sitzt, eingebunden ist.

Die Inszenierung erzählt ohne bunte Kulissen die Geschichte der Nachtclubsängerin Roxie Hart, die ihren Liebhaber ermordet hat. Im Gefängnis lernt sie die korrupte Mama Morton und Velma Kelly kennen. Velma, ebenfalls Tänzerin und dank der Hilfe von Morton ein Medienstar, plant die Fortsetzung ihrer Karriere nach ihrer Freilassung. Hierfür soll sie der durchtriebene Staranwalt Billy Flynn aus dem Gefängnis boxen, der allerdings Gleiches auch für Roxie plant. Es beginnt ein undurchsichtiges Dreiecksspiel, bei dem die beiden Tänzerinnen um die Gunst Flynns buhlen. Es beginnt ein Verwirrspiel aus Tricks, Lügen und Eifersucht.

„Chicago“ läuft momentan noch in Stuttgart. Doch das sehr reduzierte Stück zündet beim Publikum nicht so richtig. Die Spielzeit in der Schwabenmetropole wird nicht einmal ein Jahr betragen haben, wenn sich die im November 2014 gestartete Inszenierung im Herbst nach Berlin verabschiedet. Auch in der Hauptstadt ist – laut Ausschreibung – nur ein kurzes Intermezzo geplant: von Herbst 2015 bis Januar 2016.

Schon im Februar tingelt „Chicago“ dann weiter ins Deutsche Theater nach München, wo ein Gastspiel bis April 2016 ansteht.

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