Millionen-Investionen im Land:

Nordosten macht seine Schlösser schick

Die Prachtbauten von Herzögen und Adel gehören zum schönsten Erbe Mecklenburg-Vorpommerns. Sie zu erhalten, kostet mehr als ein Vermögen.

Bauarbeiter pflasterten 2014 den Ehrenhof von Schloss Bothmer in Klütz (Mecklenburg-Vorpommern).
Jens Büttner Bauarbeiter pflasterten 2014 den Ehrenhof von Schloss Bothmer in Klütz (Mecklenburg-Vorpommern).

Das Land investiert in diesem Jahr 17,6 Millionen Euro in seine Schlösser und Parks. Das ist etwas weniger als im Vorjahr, als rund 25 Millionen Euro vor allem aus EU-Töpfen bereit standen. In die landeseigenen Schlösser und Parkanlagen in Klütz, Wiligrad, Mirow, Neustrelitz, Ludwigslust, Güstrow und Granitz sollen 13,1 Millionen Euro fließen, wie das zuständige Finanzministerium mitteilte. Der Rest sei für das Schweriner Schloss eingeplant, das vom Landtag verwaltet wird.

Im Mittelpunkt steht 2015 Schloss Bothmer in Klütz (Nordwestmecklenburg). Das Land hatte das größte Barockschloss Mecklenburg-Vorpommerns 2008 vom Landkreis übernommen, der mit der Immobilie aus dem 18. Jahrhundert überfordert war.

Von 1948 bis 1994 war das Ensemble mit Haupthaus (Corps de Logis), Seitenflügeln, Dienerhäusern und Stallgebäuden als Altenheim genutzt worden. Später versuchte sich ein privater Investor, musste Bothmer aber schließlich an den Landkreis zurückgeben.

Seit 2010 läuft die Instandsetzung, die einen zweistelligen Millionenbetrag verschlingt. Zu Pfingsten, am 23. Mai, sollen das Corps de Logis und der Ostflügel mit einem großen Bürgerfest eröffnet werden, wie es hieß. Im Corps de Logis werde eine Ausstellung zu sehen sein,
im Ostflügel kommen Gastronomie und Veranstaltungsräume unter. Bis Jahresende soll auch der Westflügel fertig werden. Dort sollen unter anderem ein Besucherzentrum, ein Museumsshop und Räume für wechselnde Ausstellungen eingerichtet werden.

Im vergangenen Jahr war das Rokoko-Schloss Mirow (Mecklenburgische Seenplatte) nach jahrelanger Sanierung wiedereröffnet worden. Die Besucher strömten in Massen: Bis Jahresende wurden 23 000 Gäste gezählt. Im nächsten Jahr soll dann die Wiedereröffnung des Ostflügels von Schloss Ludwigslust gefeiert werden. Seit 2009 wird dort gearbeitet.

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