Komiker setzt "Alles auf Anfang":

Paul Panzer freut sich auf Neubrandenburg

Paul Panzer (42), stilecht mit Blümchen-Hemden und Hornbrille, ist durch Funk und Fernsehen bekannt. Jetzt geht der Komiker mit neuem Programm auf Tour und kommt auch nach Neubrandenburg. Was die Zuschauer da erwartet, wollte Christine Fratzke wissen.

Paul Panzer heißt im richtigen Leben Dieter Tappert. Am 30. Januar kommt der Komiker nach Neubrandenburg.
PR Paul Panzer heißt im richtigen Leben Dieter Tappert. Am 30. Januar kommt der Komiker nach Neubrandenburg.

Am Mittwoch hatten Sie Geburtstag, alles Gute nachträglich! Wie feiert Paul Panzer denn eigentlich?

Ich habe in der Werkstatt ein Regal gebaut und hatte meine Ruhe. Aber es hat 500 Mal das Telefon geklingelt. Wenn man 30 wird, ist das ja auch was Besonderes.

Ende Januar kommen Sie nach Neubrandenburg. Vor fünf Jahren waren Sie schon einmal hier. Woran erinnern Sie sich noch?

Ich kam ziemlich knapp an, Neubrandenburg ist ja nicht gerade zentral in Deutschland gelegen. Woran ich mich erinnere, war, dass die Stimmung grandios war. Die Neubrandenburger verstehen es, Spaß zu haben. Da freue ich mich auch dieses Mal drauf.

Aber das sagen Sie doch bestimmt bei jeder Stadt?

Nee, ich könnte da andere Städte nennen… Die Neubrandenburger haben aber Lust drauf. Manchmal hat man ein Publikum, da wird erst einmal geguckt. Aber die Neubrandenburger haben einem gleich das Gefühl gegeben: Du bist willkommen und wir wollen mit dir Spaß haben!

„Alles auf Anfang“ heißt Ihr neues Programm. Dabei geht es auch um die Fragen: Wo kommen wir her und wo gehen wir hin? Das klingt ungewohnt ernst.

Nur Quatsch will ich nicht mehr, das wollen die Leute auch nicht mehr. Man kann aus ernsten Themen ein lustiges Programm machen. Und da ich einfach einen Knall habe, kann ich eh nicht anders als lustig. Mein Hauptanspruch ist: Die Leute sollen sich kaputtlachen.

Es geht im Programm auch um den Sinn des Lebens?

Genau. Ich stelle die These auf: Wir haben den Sinn des Lebens verloren. Wir sind auf dem Zenit der Evolution, vielleicht sogar schon ein bisschen darüber. Viele Menschen sind depressiv oder unglücklich. Ich mache mich deshalb auf die Suche: Wo haben wir den Sinn des Lebens verloren? Und weil ich ein ordentlicher Mensch bin, fange ich am Anfang beim Urknall an. Aber sechs Milliarden Jahre kriege ich nicht lückenlos in zwei Stunden gepackt.

Ihr neues Programm bewerben Sie im Steinzeit-Kostüm. Würde Paul Panzer in der Steinzeit überleben?

Wahrscheinlich nicht. Ich habe letztens für die RTL-Fuzzis „Stars bei der Arbeit“ gedreht und als Überlebenstrainer gearbeitet, in der Wüste von Arizona mit gefühlten 700 Grad im Schatten. Ich bin in jede Todesfalle reingetappt. Da kann ich froh sein, dass wir 2014 haben.

In dem Programm geht es auch um die Evolution. Wohin entwickeln wir uns denn?

Das liegt ein bisschen an uns selber. Ich glaube, dass wir uns nichts mehr trauen. Die Steinzeitmenschen haben Versuch und Irrtum noch gelebt. Die standen an der Klippe und wollten rüber. Der Schwächste musste springen. Wenn der es geschafft hat, dann haben die anderen das auch geschafft.

Radio, Fernsehen und Bühnenprogramme: Sie haben einiges ausprobiert. Wie entwickelt sich denn Paul Panzer weiter?

Ich versuche mich nicht zu verschlechtern. Ich nehme das Quatschmachen schon ernst. Meine Freunde wissen, dass ich überzogen selbstkritisch bin.

Berühmt sind Ihre geblümten Hemden. Bleiben die auch in Zukunft erhalten?

Manchmal denke ich: Vielleicht mal was ganz anderes? Aber ich habe meine Mädels im Büro, die sind dafür, dass ich die Hemden behalte. Ich habe nicht nur Blümchenhemden, sondern auch Blümchenboxershorts. Ich trage gerade eine. Die Hemden gibt es von der Rolle. Wie Zewa, zum Abreißen.

Paul Panzer: „Alles auf Anfang“. Am 30. Januar in Neubrandenburg, Jahnsportforum. Karten unter Telefon 0800 4575033