Ostrock-Geschichten:

Renft-Shirt wird gehütet wie ein Schatz

Wegen ihrer kritischen Texte hatte die Band immer wieder in der DDR Auftrittsverbot. Die Fans aber waren und sind treu – wie Olaf Mädel mit seinen Zeilen beweist.

Das selbst gebastelte Shirt trug Olaf Mädel vor 40 Jahren. Seine Frau hat eine alte Autogrammkarte aufbewahrt.
Das selbst gebastelte Shirt trug Olaf Mädel vor 40 Jahren. Seine Frau hat eine alte Autogrammkarte aufbewahrt.

Mein Erlebnis mit einer DDR-Band, die Rockgeschichte geschrieben hat, war die Klaus Renft Combo im Mai 1975. Als wir hörten, dass diese Band in unserer Stadt Hettstedt ein Konzert geben wird, waren mein Kumpel und ich total aus dem Häuschen. Wir waren riesige Renft-Fans – und sind es heute noch.

Also überlegten wir uns, wie wir unserer Freude noch mehr Ausdruck verleihen könnten. Wir kamen auf die Idee, uns selber ein Band-Shirt herzustellen. Schnell war ein Unterhemd besorgt und Revatex. Damit wurden früher die Arbeitssachen  geflickt, in dem die Flicken einfach auf Löcher gebügelt wurden.

Wir haben die Buchstaben R, E, N, F und T ausgeschnitten und dann auf das Shirt aufgebügelt. Nun ging es stolz zum Konzert in die damalige Sporthalle „Drushba“ in Hettstedt. In der Hoffnung, einen unserer Lieblingsmusiker zu treffen, waren wir sehr zeitig vor der Halle und sahen uns um.

Bier und Hackepeterbrötchen

Wir merkten aber erst gar nicht, dass Jochen Hohl, der damalige Schlagzeuger der Band, sich näherte und uns auf unsere Shirts ansprach. Prompt unterschrieb er darauf. Damit noch nicht genug! Er war so begeistert von unserer Idee, dass er uns nach dem Konzert auf ein Bier in den Backstage-Bereich einlud. Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen. Wir haben dann wirklich mit der Klaus Renft Combo Bier getrunken
und Hackepeterbrötchen gegessen.

Das alles ist jetzt 40 Jahre her. Die Liebe zu Renft teile ich jetzt mit meiner Frau. Sie hat noch eine uralte Autogrammkarte aufbewahrt. Wie man sieht, gibt es auch das Shirt noch. Das Poster hängt bei uns immer noch an der Wand und zu besonderen Anlässen wird auch mal eine Original-Platte aufgelegt.

Wir sind auch an Ihren Erinnerungen an Ihre ersten oder aber späteren Ostrock-Erlebnisse interessiert. Schreiben Sie uns Ihre Geschichten und schicken Sie uns Ihre Fotos von einem persönlichen Erlebnis mit den Puhdys, City, Karat, Silly oder einer anderen Band, die in der DDR Rockgeschichte geschrieben hat!

Unter den Einsendern verlosen wir wertvolle Preise: zwei mal zwei Freikarten für das Omega-Konzert am 23. April in Neubrandenburg, drei Biografien von City-Sänger Toni Krahl sowie drei hochwertige CD-DVD-Boxen vom wahrscheinlich letzten Solo-Konzert der Puhdys im Januar 2016.

Sie können mailen an:
f.wilhelm@nordkurier.de oder schreiben an:
Frank Wilhelm, Nordkurier, F.-Engels-Ring 29, 17033 Neubrandenburg.
Kennwort:
Ostrock-Legenden
Einsendeschluss
ist der 6. April 2016.

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