Neu im Kino:

„Ritter Trenk“ lehrt die Werte einer freien Gesellschaft

Ein Bauernjunge will Ritter werden - der Kinofilm „Ritter Trenk“ erzählt die Geschichte eines einfachen Jungen, der Großes schaffen möchte und setzt dabei wie im klassischen Märchen auf einen moralischen Kern.

Ein Zeichentrickfilm, der das Prädikat verdient: "Ritter Trenk" kommt ganz ohne Computeranimation aus und ist komplett von Hand gezeichnet.
Universum Film Ein Zeichentrickfilm, der das Prädikat verdient: "Ritter Trenk" kommt ganz ohne Computeranimation aus und ist komplett von Hand gezeichnet.

Als der unbarmherzige und nie zufriedene Ritter Wertold die Familie des Bauernjungen Trenk Tausendschlag aufsucht, um den jährlichen Anteil an der Ernte einzutreiben, wird es unangenehm. Zur Strafe für zu wenig Ernte nimmt er Trenks Vater mit und sperrt ihn in seinen Kerker. Doch der Bauernjunge beschließt, sich gegen das Unrecht zu wehren.

Der kühne Junge zieht aus, um Ritter zu werden und begibt sich damit auf eine spannende Reise. Begleitet von seinem treuen Freund Ferkelchen hat er das unerreichbare Ziel, sich und seine Familie von der Leibeigenschaft zu befreien. Dabei geht es durch dunkle Wälder in die von Menschen wimmelnde Stadt, auf Burgen und zu Ritterturnieren. Er trifft Gaukler, Prinzessinnen und furchteinflößende Drachen.

Trenk lernt das wahre Leben kennen

Der Junge stellt dabei mit großen Augen fest, dass außerhalb des heimeligen Bauernhofs ein anderer Wind weht und lernt, die Unterschiede zwischen den Menschen zu erkennen. Er lernt, Misstrauen, Vertrauen, Fairness und Freundschaft einzuschätzen. Und er erfährt, dass ein Ritter nicht gleich ein wahrer Ritter ist.

„Ritter Trenk“ wirkt seltsam schön aus der Zeit gefallen. Der Film wurde nicht am Computer illustriert, sondern von Hand gezeichnet. So schafft es „Ritter Trenk“, einen herrlich nostalgischen Charme zu bewahren. Aus der Buchvorlage der Autorin Kirsten Boie entstand ein von den bekannten Kindergeschichten unabhängiger Film über „Zusammenhalt, füreinander einzutreten, Freundschaft, aber auch Emanzipation“, formuliert es Axel Prahl, der den unbeschwerten Ritter Hans synchronisierte.

Er ist Trenks Lehrmeister im Kampf gegen das Unrecht, ist moralische Instanz und alleinerziehender Vater einer cleveren Tochter, die selbst nicht Prinzessin, sondern Ritter werden will. Trenks erste und wichtigste Lektion für den Kampf: Ein Ritter muss tanzen können - denn der Tanz kennt Tugend, Achtsamkeit und Rücksicht. Er lehrt Werte einer freien Gesellschaft. Ein gelungener Kinderfilm - nicht nur für kleine Zuschauer.

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