Kino-Kritiken:

Romanze "The Choice": Wenn Liebe entscheiden muss

Ein junges Pärchen genießt das Glück bis zu einem schweren Schicksalsschlag. Dann wechselt die Romanze zum ernsten Thema, bei dem ein gutes Ende auf der Kippe zu stehen scheint.

Gabby und Travis kommen sich näher.
Dana Hawley Gabby und Travis kommen sich näher.

Aus Abneigung wird Liebe, aus Liebe wird Drama. Das ist ein bewährtes Mittel für den Autor Nicolas Sparks, aus dessen Feder die Vorlage zu "The Choice - Bis zum letzten Tag" stammt. Eine dramatische Szene, die in der Verfilmung zu ernsten Themen führt, gibt es allerdings auch.

Die Geschichte beginnt nach bewährtem Muster: Der junge, sportlich gebaute Tierarzt Travis Parker trifft auf seine neue ebenso attraktive neue Nachbarin Gabby Holland. Am Anfang können sich beide allerdings nicht ausstehen. Wer Nicolas Sparks kennt, dürfte bereits ahnen, dass das der Beginn einer großen Romanze ist. Es folgen tiefgründige Gespräche, ein Rendezvous unterm Sternenhimmel - und natürlich Hindernisse. Denn Gabby hat einen Verlobten und muss sich irgendwann entscheiden. Die Wahl fällt nach einigem Hin und Her natürlich auf den Tierarzt.

Ein Unfall zerstört das Liebesglück

Was dann passiert, wird eher im Zeitraffer gezeigt: liebevolle Momente, gemeinsames Glück, das erste Kind, das zweite Kind, eine fröhliche Familie. Dann lässt der Tierarzt seine Frau im Restaurant warten und das Wohlfühlkino endet jäh mit einem schweren Unfall. Gabby fällt ins Koma, die Ärzte drängen Travis, die Geräte abzuschalten. Doch der gibt seine Frau nicht auf.

Es geht um die großen Fragen: Wann ist ein Mensch tot? Wenn sein Herz aufhört zu schlagen - oder schon, wenn er nur noch von Geräten am Leben gehalten wird? Auch die Bürde, die Angehörige tragen, die über die Abschaltung dieser Geräte entscheiden müssen, wird thematisiert.

Bücher werden regelmäßig verfilmt

"The Choice" ist eine von zahlreichen Verfilmungen von Sparks' Romanen. Das Buch erschien 2007 und kam in Deutschland unter dem Titel "Bis zum letzten Tag" in die Buchhandlungen. Erstmals fand mit "Message in a Bottle" Ende der 90er einer der Liebesromane des US-Bestsellerautors den Weg auf die Leinwand. Inzwischen folgte fast jedem seiner Bücher in den vergangenen Jahren auch die Verfilmung. 2015 lief etwa "Kein Ort ohne dich".

Auch bei "The Choice" werden Fans nicht enttäuscht. Das Werk ist kurzweilig und zwischen den dramatischen Momenten durchaus fröhlich. Und Sparks-Fans dürften es schon wissen: Es gibt ein Happy End.

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