Dresden-"Tatort" polarisiert:

Schlager-Szene meckert über ARD-Krimi

„Überflüssig!“, schimpft Heino – und ist damit nicht allein. Immerhin stimmte die Einschaltquote, auch wenn andere Debüts besser liefen.  

Ihr „Tatort“-Debüt sorgte für Rummel (von links): Alwara Höfels, Karin Hanczewski, Jella Haase, Martin Brambach.
Bernd Settnik Ihr „Tatort“-Debüt sorgte für Rummel (von links): Alwara Höfels, Karin Hanczewski, Jella Haase, Martin Brambach.

Der Sachsen-„Tatort“ mit dem neuen Ermittlerteam aus Dresden über einen Mord in der Volksmusik-Szene hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Vor allem in der Schlagerbranche machte sich Verärgerung breit. Mit 9,55 Millionen Zuschauern hatte der Film auf Anhieb eine gute Quote

„Das Drehbuch kann nur ein Mann geschrieben haben, der von banalen Vorurteilen gegenüber Volksmusik geprägt ist und sich nie wirklich mit uns beschäftigt hat“, sagte Musiker Heino (77) der „Bild“-Zeitung vom Montag. „Dieser ,Tatort‘ war überflüssig und verhöhnt nicht nur meine Kollegen, sondern auch unsere vielen Fans.“

"In der Volksmusik steckt noch Rock ’n’ Roll"

In dem am Sonntag ausgestrahlten ARD-Krimi „Auf einen Schlag“ drehte sich die Welt der Volksmusik um Geschäfte, alternde Stars und den schönen Schein. Es war der erste Fall für die Kommissarinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Henni Sieland (Alwara Höfels) sowie Kommissariatsleiter Schnabel (Martin Brambach).

„Den ,Tatort‘-Machern ist nichts Besseres eingefallen, als unsere Branche gehörig durch den Dreck zu ziehen“, sagte das Schunkel-Duo Marianne (63) und Michael (66) der „Bild“. Autor Ralf Husmann („Stromberg“) hatte sich für den „Tatort“ die Volksmusik ausgesucht, weil da nach eigenen Worten „noch Rock n‘ Roll drin ist“.

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