Theaterpremiere :

Shakespeare trifft auf die Beatles

Eine klassische Shakespeare-Komödie inszeniert in den 1960er Jahren und kurz vor der Premiere fällt ein Darsteller wegen Krankheit aus. Die Premiere von „Viel Lärm um nichts“ verspricht Spannung.

Das Landestheater Neustrelitz holt den Shakespeare Klassiker "Viel Lärm um nichts" in die Swinging Sixties.
Jörg Metzner Das Landestheater Neustrelitz holt den Shakespeare Klassiker "Viel Lärm um nichts" in die Swinging Sixties.

Eineinhalb Monate Probezeit für eine Shakespeare-Inszenierung ist für die Schauspieler des Landestheaters Neustrelitz schon ein hartes Stück Arbeit. Wenn dann jemand krank wird, nimmt das Schaffen aber noch einmal andere Formen an, wie die Dramaturgin des Stücks Katrin Kramer berichten kann. Das Stück „Viel Lärm um nichts“ feiert am Samstag im Landestheater Neustrelitz Premiere. Die Neuinszenierung des Klassikers unter der Regie von Schauspieldirektor Wolfgang Bordel spielt im Musik- und Showgeschäft de 1960er Jahre. Der Krieg um sie herum scheint für die Darsteller bedeutungslos. Sie geben sich lieber der Musik, ihren Liebschaften und Intrigen hin.

„Es ist die Zeit der Beatles. Eine neue Musikrichtung, die zum sanften Widerspruch aufrief, eine ‚Revolution‘ ohne Risiko“, erklärt Katrin Kramer. Die Musik, die in Teilen auch live auf der Bühne gespielt wird, sowie das an die Beatles-Plattencover angelehnte Bühnenbild holen den Shakespeare-Klassiker in die Moderne. 

Schauspieler fiel kurz vor Premiere aus

Seit Dezember üben die zehn Darsteller an dem Stück. Doch zwei Wochen vor der Premiere fiel Fabian Quast wegen Krankheit aus. Es sei gar keine Zweitbesetzung für den „Konrad“ in „Viel Lärm um Nichts“ vorgesehen gewesen, sagt Katrin Kramer. Doch Schauspieldirektor Wolfgang Bordel hatte einen Plan B. Peter Dulke soll nun es richten.

Im Sommer schloss der 26-Jährige seine Ausbildung an der Theater-Akademie Vorpommern ab. Gerade einmal zehn Tage vor der Premiere stand Peter Dulke das erste Mal auf der Probe-Bühne. Er musste nicht nur Szenen und Text in der Kürze der Zeit lernen. Er gehört zu den Darstellern, die einige Songs auch live singen. Wie er sich schlägt, wird sich bei der Premiere am Samstag zeigen.

Vorstellungen

Premiere: 13. Februar, 19.30 Uhr

Kommende Termine: 20.2., 6.3., 11.3. und 2.4. jeweils 19.30 Uhr, immer im Landestheater Neustrelitz.

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