2100 Gäste bei Eröffnungskonzert:

Startschuss für die Elbphilharmonie

Nach zehnjähriger Bauzeit wurde der Konzertsaal der Elbphilharmonie am Mittwochabend mit einem Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters und vielen prominenten Gästen eröffnet. Die „Elphi“ gilt schon jetzt als Jahrhundertbau.

Die Ränge des Großen Konzertsaales der Elbphilharmonie haben sich am Mittwochabend zum ersten Mal gefüllt. Unter den 2100 geladenen Gästen waren zahlreiche Prominente.
Christian Charisius Die Ränge des Großen Konzertsaales der Elbphilharmonie haben sich am Mittwochabend zum ersten Mal gefüllt. Unter den 2100 geladenen Gästen waren zahlreiche Prominente.

110 Meter ragt die höchste Spitze der Hamburger Elbphilharmonie in den regnerischen Abendhimmel. Die erleuchtete Glasfassade des Konzerthauses wirkt wie ein Leuchtturm im norddeutschen „Schietwetter“. Es stürmt und es ist kalt. Wegen des schlechten Wetters verzögert sich sogar die Eröffnung um eine halbe Stunde. Doch das scheint die 2100 geladenen Gäste in dem spektakulären Gebäude nicht zu stören.

Mit staunenden Augen werden nicht nur Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die längste Rolltreppe der Welt auf die öffentliche Plaza in 37 Metern Höhe hochgefahren sein. Dort wurden die prominenten Gäste von zahlreichen Journalisten empfangen, bevor sie über geschwungene Treppenaufgänge im hell erleuchteten Großen Konzertsaal verschwanden.

Viele Prominente auf der Gästeliste

Nach zehn Jahren Bauzeit und immensen Kostensteigerungen war es am Mittwochabend endlich so weit. Was manch einer schon nicht mehr zu hoffen wagte: Die Hamburger Elbphilharmonie, schon jetzt das neue Wahrzeichen der Hansestadt, sollte mit einem zweieinhalbstündigen Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchester eröffnet werden. Auf der Gästeliste standen Prominente wie Schauspieler Armin Mueller-Stahl, Regisseur Fatih Akin oder Modeschöpferin Jil Sander. Aber auch 500 Menschen, die ein Ticket gewonnen hatten – schließlich soll die „Elphi“ einmal ein „Haus für alle“ sein.

Auf dem Programm des Eröffnungskonzerts stand eine musikalische Zeitreise von der Renaissance bis zur Gegenwart mit Werken von Cavalieri, Liebermann, Messiaen, Praetorius, Wagner und eine Uraufführung von Wolfgang Rihm. Am Ende sollte Beethovens Neunte Sinfonie „Freude, schöner Götterfunken“ nicht fehlen.

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