Für Generalmusikdirektor ist 2015 Schluss:

Stefan Malzew sagt nach 14 Jahren Tschüss

Seine vielen Fans dürften mehr als traurig sein: Der Chefdirigent der Philharmonie sucht neue Herausforderungen.

Überraschung: Chefdirigent Stefan Malzew wird Neubrandenburg verlassen.  
LuoWei Überraschung: Chefdirigent Stefan Malzew wird Neubrandenburg verlassen.  

Neubrandenburgs Generalmusikdirektor Stefan Malzew wird die Viertorestadt verlassen. Er werde seinen im Sommer 2015 auslaufenden Vertrag als Chefdirigent nicht wieder verlängern, sagt Malzew dem Nordkurier. Malzew agiert seit der Spielzeit 2001/02 als Generalmusikdirektor der Neubrandenburger Philharmonie. Nach dann insgesamt 14 Jahre sehe er die Zeit, neue Dinge in Angriff zu nehmen. „Es gibt viele Ideen, die auf eine Umsetzung warten und ihre Zeit brauchen“, sagte Malzew, der im kommenden Jahr 50 Jahre alt wird. Natürlich werde er weiter als Dirigent tätig sein, „ künstlerische Verwirklichung bietet sich für mich aber auch jenseits des Dirigentenpultes, “, sagte Malzew, der zunehmend auch als Komponist, Arrangeur und Moderator gefragt ist.

Wilhelm Denne, Geschäftsführer der Theater- und Orchester GmbH, bedauerte Malzews Entscheidung. „Wir hätten gerne mit ihm weiter gemacht.“ Malzews Kreativität und seine Ideen haben ihn immer wieder beeindruckt, sagte Denne.

Viel Raum für Kreativität

Malzew betonte seine Dankbarkeit gegenüber jenen Orchestermitgliedern, die mit viel Enthusiasmus und Offenheit mit ihm an einem Strang gezogen hätten, ebenso wie gegenüber seinen Mitarbeiterinnen im Büro. Vieles wäre ohne diese gute Zusammenarbeit nicht möglich gewesen. „Was nützen die besten Ideen, wenn das Team und das Orchester nicht mitspielen und dabei bisweilen auch zusätzlichen Aufwand nicht scheuen.“ Zugleich sei er den politisch Verantwortlichen in Neubrandenburg dankbar für die ihm gebotenen Möglichkeiten. „In Neubrandenburg wurde mir unheimlich viel Raum für Kreativität gegeben“, sagte Malzew.

In seiner Zeit schob er viele neue, aufsehenerregende Projekte an: Unter anderem das Jugendorchestertreffen NBJot „Young Concerts“ sowie die Neubrandenburger Konzertnächte. Er glaube, so Malzew, dass diese vielen, über die klassischen Konzertreihen hinausgehenden Projekte den Fortbestand der Neubrandenburger Philharmonie in der heutigen Personalstärke von 70 Musikern gesichert haben. „Eine der ersten Fragen, die mir zu Beginn meines Engagements in Neubrandenburg vom ehemaligen Intendanten Ralf-Peter Schulze, einem der beiden damaligen Geschäftsführer gestellt wurde, war: Herr Malzew, mal ehrlich: wie viele Musiker brauchen Sie wirklich!?“ So war auch innerbetrieblich aus bestimmter Richtung ein permanenter Angriff auf die Notwendigkeit der bestehenden Orchestergröße da.

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