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Thor – The Dark Kingdom

Zum dritten Mal schon greift der nordische Superheld Thor (Chris Hemsworth) zu seinem imposanten Hammer. Der sympathische Muskelprotz wieder als alleiniger Retter der Welten gefragt.

Disney Superheld Thor (Chris Hemsworth)

Eine uralte Macht wird entfesselt, die nicht nur die Erdenbewohner, sondern auch die mystischen Welten von Asgard und Co. in ihrer Existenz bedroht. Mit der alles zersetzenden Kraft werden auch die vermeintlich besiegten Dunkelelfen unter Führung des hasserfüllten Malekith (Christopher Ecclestone) wiedererweckt, die eine fachgerechte Zerstörung des Universums gewährleisten sollen. Wenn Thor seine und unsere Welt vor dem Untergang bewahren will, ist er auf eine große, unheilige Koalition mit seinem unberechenbaren Bruder Loki (Tom Hiddleston) angewiesen. Und natürlich tritt auch die Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman) wieder auf den Plan, die sich von Thor schnöde im Stich gelassen wähnt. Allerdings ist sie diesmal nicht ganz sie selbst…

Grenzen zwischen Realem und Animation sind fließend

Regisseur Alan Taylor („Palookaville“) hat von „Sex and the City“ bis „Mad Men” bei diversen erfolgreichen TV-Serien Episodenregie geführt. Zuletzt wärmte sich der US-Amerikaner mit einem halben Dutzend actiongeladener Folgen von „Game of Thrones“ für sein bislang ehrgeizigstes Projekt auf, die Fortsetzung des Kinohits „Thor“. Er tritt in die Fußstapfen des Shakespeare-Experten Kenneth Branagh, der für den ersten Teil verantwortlich zeichnete. Die Grenzen zwischen der realen und der computeranimierten Welt sind in diesem Film fließend, wobei das Künstliche stark überwiegt. Der erdige Kleinstadt-Charme des ersten Teils weicht der hektischen Bühne Londons und den Schlachtfeldern anderer Welten, die zuweilen an diese Geschichte mit dem Ring erinnern. Großartige Schauspielmomente, wie sie etwa Stellan Skarsgård als verrückter Professor im Erstling feiern durfte, sind seltener geworden. Wenn aber eine witzige Szene die Situation auflockern soll, passt sie auch punktgenau. Man kann sich „Thor – The Dark Kingdom“ übrigens bedenkenlos auch im 2D-Kino anschauen, ohne Entscheidendes zu versäumen.

Ein Bonbon im Abspann

Die Fans, die sich am vergangenen Sonntag schon frühmorgens auf dem Potsdamer Platz einfanden, um der großen Filmpremiere beizuwohnen, wurden wahrscheinlich nicht enttäuscht. Chris Hemsworth darf sein Hemd ablegen und seine beeindruckende Physis zur Schau stellen, es knistert zwischen Thor und Jane und ständig gibt es irgendwo eins auf die Mütze. Natürlich segnet Marvel-Legende Stan Lee (90) auch diese Produktion mit einem pointierten Gastauftritt ab. Und wie bei Verfilmungen von Marvel-Comics beinahe schon obligatorisch, gilt es auch diesmal, den Abspann ganz auszusitzen. Die Filmemacher haben nach dem Ende der Geschichte mehr als nur ein Bonbon versteckt. Nach dem Spiel heißt dann einmal mehr vor dem Spiel: Thor wird zurückkehren, allein und im Kollektiv der „Avengers“.

Bewertung:
Anspruch: 1
Spannung: 3
Action: 5
Humor: 1
Erotik: 1

Verleih: Disney       
Genre: Fantasy
Bundesstart: 31.Oktober 2013      

Mehr Infos unter: http://de.marvel.com/thor/#/home

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