Filmfest dokumentArt in Neubrandenburg:

Thüringerin gewinnt mit Missbrauchsfilm den Hauptpreis

Die Thüringerin Susann Maria Hempel wurde für ihre "animierte Installation" zum Thema Missbrauch zuvor bereits mit dem Deutschen Kurzfilmpreis geehrt.

Der Hauptpreis des Europäischen Dokumentarfilmfestes "dokumentART" bleibt 2015 in Deutschland und geht für einen Film zum Thema "Missbrauch" nach Thüringen. Preisträgerin ist die Filmemacherin Susann Maria Hempel, wie Christoph Faulhaber als Sprecher der internationalen Jury am Montag zum Abschluss des Filmfestes bekanntgab. Der Siegerfilm heißt "Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen". Der Latücht-Preis des Schweriner Kultusministeriums ist mit 5000 Euro dotiert. Im Wettbewerb um insgesamt fünf Preise traten seit Donnerstag 37 Filme aus 21 Ländern an. Die "dokumenART" präsentiert vor allem Werke junger europäischer Autoren, die aber weltweit gedreht wurden.

Der 17-Minuten-Film Hempels nähert sich dem schwierigen Thema mit einem experimentell kunstvollen Ansatz, sagte Faulhaber. Er erzähle in einer Art animierter Installation anhand von Puppenteilen, Details eines Küchenschranks oder Teilen einer Modelleisenbahnwelt die Missbrauchserlebnisse einer Frau. Die 1983 geborene Experimentalfilmerin Hempel hatte für den Streifen, der in Hannover und Thüringen entstand, 2014 auch den Deutschen Kurzfilmpreis erhalten.   

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