Beliebte Straßenkunst:

Wer ist diese Barbara?

Straßenkunst im Internet: „Barbara.“ hat sich mit Plakaten und Schildern eine große Netz-Fangemeinde aufgebaut. Mit ihrer Person geht sie deutlich weniger plakativ um.  

Unter dem Pseudonym Barbara bringt jemand hauptsächlich in Berlin zahlreiche Plakate mit witzigen oder nachdenklichen Sprüchen an.
Maurizio Gambarini Unter dem Pseudonym Barbara bringt jemand hauptsächlich in Berlin zahlreiche Plakate mit witzigen oder nachdenklichen Sprüchen an.

Ihre Werke werden ebenso gefeiert wie prämiert – doch niemand kennt ihre Identität. „Barbara.“ – so die offizielle Schreibweise – hat es in den vergangenen beiden Jahren zur meistbeachteten Streetart-Künstlerin Deutschlands gebracht.

Ihr Spezialgebiet: Die Modifikation von Schildern – oder die Reaktion darauf. Bekannt wurde sie mit der Botschaft „Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle.“ Sie hing unter einem Straßenschild „Bekleben verboten“. Manchmal überklebt die Künstlerin auch offizielle Schilder. Statt mutmaßlich „Betreten verboten! Lebensgefahr!“ steht dann etwa „Das Leben ist verboten! Lebensgefahr!“

Die Klebelust begann in Kindertagen

Barbara sagt, sie wolle in der Anonymität bleiben, um sich weiterhin frei bewegen zu können. Ihr Geschlecht gibt sie mit „Mensch“ an. Ihr Alter? „Ich bin jünger als Angela Merkel, aber älter als Justin Bieber.“

Barbaras Erfolgsgeschichte hat ihren Ursprung in ihrer Kindheit. Ihr Opa habe ihr bei einem Spaziergang die Symbolik eines an die Wand geschmierten Hakenkreuzes erklärt, verriet sie. Beim nächsten Spaziergang habe sie einfach einen Zettel mit einer lachenden Sonne über das Nazi-Symbol geklebt.

Mittlerweile ist sie ein Internet-Hit. Rund 460 000 Menschen folgen ihrem Facebook-Profil, auch bei Instagram ist Barbara aktiv. Ihre Botschaften sollen vor allem ein Zeichen gegen Fremdenhass und Rechtspopulismus setzen.