Neu im Kino:

#Zeitgeist

Mobilfunk und Internet haben die Art und Weise zwischenmenschlicher Kommunikation in Rekordzeit völlig verändert. Seitenhiebe auf diese Tatsache finden sich in vielen Filmen. Nun rückt ein Werk das Thema zum ersten Mal in den Mittelpunkt.

Helen Truby (Rosemarie DeWitt) und Don Truby (Adam Sandler) betrügen sich gegenseitig.
Dale Robinette / Paramount Pictures Helen Truby (Rosemarie DeWitt) und Don Truby (Adam Sandler) betrügen sich gegenseitig.

Mit Werken wie „Juno“ oder „Up In The Air“ hat Regisseur Jason Reitman in Windeseile den Ruf eines Wunderkindes Hollywoods erworben. Wenn sich der Filmemacher nun auf die Fährten des Internets und der neuen Medien begibt, die das Zusammenleben des Homo Sapiens gehörig durchgeschüttelt haben, stützt er sich dabei auf den Roman „Men, Women & Children“ von Chad Kultgen.

Sieben top-besetzte Familien (u.a. Jennifer Garner, Adam Sandler, Dean Norris) führen in diesem Ensemblefilm exemplarisch vor, wie die Menschen immer stärker vereinsamen, obwohl sie so intensiv „kommunizieren“ wie nie zuvor. Jeder Zuschauer mag sich mit einem anderen Charakter identifizieren, die Themen und Probleme kennt jeder. Und darin liegt auch die Krux. Man wird häufig zustimmend nicken, auf einen echten, neuen Input oder gar auf Auswege aus der Misere wartet man vergeblich. Aber manchmal ist es ja genug, noch einmal mit der Nase auf seine Defizite gestoßen zu werden. Etwas ändern kann nur jeder Einzelne selbst.   

Verleih: Paramount    
Bundesstart: 11. Dezember 2014 
Genre: Drama

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