Greifswalder Bachwoche:

Zum Festival dreht sich alles um Herrscher

Unter dem Motto „Königsmusik“ beginnt die traditionelle Bachwoche. Doch sie wird von Personaldiskussionen überschattet.

Unter Leitung der Ballettmeisterin Sabrina Sadowska (vorn) vom Theater Vorpommern üben Schüler Tänze ein.
Stefan Sauer Unter Leitung der Ballettmeisterin Sabrina Sadowska (vorn) vom Theater Vorpommern üben Schüler Tänze ein.

Die 69. Greifswalder Bachwoche, das älteste Musikfest in Mecklenburg-Vorpommern, spannt in diesem Jahr den musikalischen Bogen vom königlichen Triumph zum königlichen Scheitern. Unter dem Motto „Königsmusik“ offeriert das Festival seit Montag mehr als 40 Veranstaltungen, darunter 18 große Konzerte, wie der musikalische Leiter Jochen Modeß sagte. Eröffnet wird die Musikreihe augenzwinkernd mit „Königs Musik“ am Greifswalder Rathaus unter Mitwirkung des scheidenden Oberbürgermeisters Arthur König (CDU).

Träger der Greifswalder Bachwoche – Festival der Geistlichen Musik im Norden – ist die Nordkirche. Überschattet wird das Festival von Vorschlägen der Strukturkommission der Philosophischen Fakultät der Greifswalder Universität. Danach sei geplant, im Zuge der Sparzwänge die Professur für Musikwissenschaft nach der Emeritierung des Lehrstuhlinhabers zum Sommersemester 2017 nicht wieder zu besetzen. Das Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft ist Organisator der Greifswalder Bachwoche.

Wie in den Vorjahren werden rund 10 000 Besucher zu den Veranstaltungen erwartet. Täglich werden bis 21. Juni bis zu sechs Veranstaltungen von geistlichen Morgenmusiken über Vorträge, Kammermusiken, Abend- und Nachtmusiken geboten. Die Hälfte der Veranstaltungen kann kostenlos besucht werden.

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