Neu im Kino:

Zwei vom alten Schlag

Sie beide haben mit Boxfilmen Geschichte geschrieben: Robert De Niro 1980 in „Wie ein wilder Stier“ und Stallone seit 1976 als Held eines halben Dutzends „Rocky“-Streifen. Wenn die beiden schlagkräftigen Legenden nun im Rentenalter aufeinandertreffen, kann das Ergebnis doch eigentlich nur großes Kino sein.

Billy "The Kid" McDonnen (Robert De Niro, l) und Henry "Razor" Sharp (Sylvester Stallone) .
Ben Rothstein/Warner Bros. Billy "The Kid" McDonnen (Robert De Niro, l) und Henry "Razor" Sharp (Sylvester Stallone).

Früher einmal waren Henry „Razor“ Sharp (Sylvester Stallone) und Billy „The Kid“ McDonnen (Robert De Niro) Superstars des Boxrings, die sich bis aufs Messer bekämpften. Nach zwei spektakulären Fights war die Bilanz ausgeglichen. Aber bevor es zur Entscheidungsschlacht kommen konnte, hängte Henry die Boxhandschuhe für immer an den Nagel. Danach ging es auch für Billy steil bergab. Das war vor dreißig Jahren.

Heute wittert der aufgeweckte Box-Promoter Dante Slate Jr. (Kevin Hart) das große Geschäft für den Fall, dass sich die in die Jahre gekommenen Giganten ein letztes Mal duellieren. Gute Freunde sind die beiden Kampfhähne inzwischen nicht geworden. Als sie sich für die Produktion eines Videospiels wiedertreffen, verlieren sie augenblicklich ihre Kontenance und fallen übereinander her. Im Zeitalter der neuen Medien, in dem immer eine Kamera dabei ist, macht die Aufnahme im Netz Furore. Nun gibt es kein Zurück mehr, der Kampf wird stattfinden. Hartes Training ist angesagt, denn der Zahn der Zeit hat doch arg an der physischen Substanz der Athleten genagt…

Der Regisseur des Spektakels heißt Peter Segal und kann Werke wie „Die nackte Kanone 33 1/3“ oder „Familie Klumps und der verrückte Professor“ auf seinem Konto verbuchen. Den Zuschauer erwartet also kein blutiges Drama, sondern beschwingter Humor. Bleibt zu hoffen, dass Segal die richtige Balance von Spannung und Spaß gefunden hat, um seinem grandiosen Ensemble gerecht zu werden. Ein Augenschmaus wird es allemal. Die jüngeren Versionen der Boxer, das verrät bereits der Trailer, wurden liebevoll und aufwändig im Computer „rekonstruiert“. Leider wurde die Komödie „Zwei vom alten Schlag“ erst nach Redaktionsschluss auf Pressevorführungen vorgestellt. In den USA, wo der Film bereits zum Weihnachtsprogramm gehörte, wurde er von der Kritik überwiegend ausgezählt, aber vom größten Teil des Publikums bejubelt. Für die Filmemacher besteht also keinerlei Veranlassung, das Handtuch zu werfen.

Verleih: Warner Bros.  
Bundesstart: 09. Januar 2014   
Genre: Komödie

Mehr Infos unter: www.ZweiVomAltenSchlag.de

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