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Letzte Reise auf den Schrottplatz angetreten

Das ehemalige Hotelschiff „Georg Büchner“ im Rostocker Stadthafen kann nun doch weggeschleppt und verschrottet werden. Wie die Stadt Rostock am Dienstag ...

Die "Georg Büchner" im Stadthafen von Rostock: Das ehemalige Hotelschiff wird nun doch verschrottet.

Das ehemalige Hotelschiff „Georg Büchner“ im Rostocker Stadthafen kann nun doch weggeschleppt und verschrottet werden. Wie die Stadt Rostock am Dienstag mitteilte, hat die Stadtverwaltung als Untere Denkmalschutzbehörde die entsprechende Genehmigung erteilt. Die Entscheidung sei im Einvernehmen mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege getroffen worden.

Der Förderverein Traditionsschiff hatte sich im vergangenen Jahr gezwungen gesehen, die „Georg Büchner“ abzugeben, weil er sie nicht mehr wirtschaftlich betreiben konnte. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) drückte sein Bedauern über die Entwicklung aus. „Wunschdenken hilft da leider nicht weiter. Neben den laufenden Betriebskosten wäre ein zweistelliger Millionenbetrag nötig, um dem Schiff eine Perspektive zu geben.“ Wie der Insolvenzverwalter des Fördervereins, Tobias Schulze, sagte, werde die „Georg Büchner“ in den kommenden Tagen aus dem Hafen geschleppt.

Bei den Käufern handele es sich um eine Gesellschaft von den Seychellen, die von Hamburger Anwälten vertreten wird. Diese könnten nicht bestätigen, dass das Schiff tatsächlich verschrottet wird. Es gebe aber die klare Aussage, dass das Schiff nicht als Denkmal erhalten werde. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach Abzug von ausstehenden Gehältern und den Gebühren des Insolvenzverfahrens werde aber ein sechsstelliger Betrag für die Hansestadt übrigbleiben. Damit sind auch Bestrebungen von belgischen Interessenten, gescheitert, das Schiff vor der Verschrottung zu retten. Die „Georg Büchner“ war 1952 in Dienst gestellt worden und im Liniendienst zwischen Antwerpen und dem Kongo im Einsatz.