Sanierung. Nach einer fast zehnmonatigen Bauzeit wurde am Donnerstag der zweite Teilabschnitt der sanierten Südmauer in Demmin offiziell übergeben.
Von Jana Otto
Demmin. Die Demminer haben ihren schnellen Aufgang vom Hanseufer hoch in die Stadt wieder: Am Donnerstag wurde der zweite sanierte Bauabschnitt der Südmauer und mit ihm die sogenannte Treppe 8 offiziell übergeben. Für diesen Termin hatte Wettergott Petrus sich genau 15 Minuten zurückgehalten, bevor er es kräftig regnen ließ, so dass die Eintragung in das Bautagebuch und die Gespräche bei einer Tasse Kaffee kurzerhand vom Kahldenwallweg in das Verwaltungsgebäude am Hanseufer verlegt werden mussten.
Bürgermeister Ernst Wellmer (CDU) erinnerte in seiner kurzen Ansprache daran, dass die Bauarbeiten dieses zweiten Teilabschnittes der Südmauer am
10. November 2009 begonnen haben. „Ich freue mich, dass alle Bauleistungen in guter Qualität ausgeführt wurden und trotz der schwierigen Baubedingungen im zurückliegenden Winter entsprechend der Zeitvorgabe fertig gestellt werden konnten", sagte das Stadtoberhaupt und bedankte sich bei den anwesenden Vertretern der Baubetriebe, des Planungsbüros sowie bei den Mitarbeitern des städtischen Bauamtes.
Für die Mauer wurden laut Wellmers Angaben 125 Meter Winkelstützelemente bis zu einer Höhe von 3,55 Meter gesetzt und diese mit einer Feldsteinmauerschale verblendet. Außerdem erhielt die Südmauer auf diesem Abschnitt eine
140 Meter lange Granitabdeckung. Die neue Treppe überwindet die 6,12 Meter Höhenunterschied nunmehr durch drei Treppenläufe und vier Podeste. An beiden Seiten wurde ein Handlauf eingearbeitet.
„Es ist schon fast ein Kunsthandwerk“, sagte Ernst Wellmer während der kurzen Begehung. Der Bereich des Kahldenwallweges sei durch die Sanierung aufgewertet worden. Allerdings räumte Bauamtsleiter Dietmar Schmidt ein, dass die meiste Arbeit unsichtbar hinter der neuen, schön anzusehenden Fassade verdeckt bleibe. „Das Geld steckt hinter der Mauer“, sagte er. Die Gesamtinvestitionskosten für diesen Teilabschnitt belaufen sich auf rund 425 000 Euro, für die Treppenanlage auf rund 86 500 Euro. Für die Realisierung dieses Projektes konnten Fördermittel aus dem Stadtsanierungsprogramm eingesetzt werden, ein Drittel kommt als Eigenanteil aus der Stadtkasse.