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Das Verhältnis zwischen Literatur und Journalismus

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Neubrandenburg. Die Mecklenburgische Literaturgesellschaft veranstaltet gemeinsam mit der Nordkurier Mediengruppe, der Kanzlei Gentz und Partner und der Barlachstadt Güstrow noch bis zum 11. Oktober die Uwe-Johnson-Tage 2016 zum Thema „Uwe Johnson und der Journalismus“.

Das Verhältnis von Literatur und Journalismus wird üblicherweise auf die zumeist komplizierte Beziehung zwischen Autoren und Literaturkritikern reduziert. Bei den Johnson-Tagen wird zudem nach dem spezifischen Verhältnis gefragt, das Uwe Johnson einerseits zum Journalismus hatte.

Andererseits geht es darum, genauer der Frage nachzuforschen, welche Rolle bestimmte Formen des Journalismus in seinem Werk spielen. Bereits im „Dritten Buch“ über Achim setzt sich Johnson mit der Gattung der literarischen Biographie auseinander und stellt mit der Figur Karsch einen Journalisten ins Zentrum der Handlung.

Fakt und Fiktion werden in der Geschichte, die biografischen Spuren vom ostdeutschen Radrennfahrers Gustav-Adolf Schur folgt, auf innovative Weise vermischt.

Auch in den „Zwei Ansichten“ hat die Hauptfigur mit dem Journalismus zu tun: Herr B. ist Pressefotograf. In den „Jahrestagen“ schließlich, Johnsons Hauptwerk, importiert der Autor journalistische Beiträge: Er montiert Originalzitate aus der New York Times in seinen Text.

Die Uwe-Johnson-Tage erkunden in Vorträgen, Lesungen und Diskussionen, wie über das Spannungsfeld zwischen Journalismus und Literatur im Werk Uwe Johnsons zum einen sowie in der gegenwärtigen deutschen Literatur erzählt wird.

In diesem Jahr laden die Mecklenburgische Literaturgesellschaft und der Nordkurier zum 22. Mal zu den Johnson-Tagen ein. 2012 konnte die Berliner Kanzlei Gentz und Partner als Mitveranstalter gewonnen werden. Die Zusammenarbeit mit der Barlachstadt Güstrow entstand im Vorjahr. Gefördert werden die Uwe-Johnson-Tage vom Land Mecklenburg-Vorpommern, vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, von der Stadt Neubrandenburg, von der Nordkurier Mediengruppe und von der Berliner Kanzlei Gentz und Partner sowie von der Stiftung der Neubrandenburger Sparkasse.

Den Höhepunkt der dem herausragenden Schriftsteller des 20. Jahrhunderts gewidmeten Tage bildet die Verleihung des Uwe Johnson-Literaturpreises an Jan Koneffke für seinen Roman „Ein Sonntagskind“ am 23. September um 19.30 Uhr im Franziskanerkloster vom Regionalmuseum Neubrandenburg.

Informationen zum Gesamtpro gramm unter:

www.uwe-
johnson-preis.de 

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