Netzwerktreffen:

Lokaler Fachhandel hat (noch) die Nase vorn

Wie kaufen die Menschen im Nordosten ein, war auch in diesem Jahr wieder die zentrale Frage der Verbraucherstudie im Auftrag der Nordkurier Mediengruppe. Antworten gab es beim Lokalfuchs-Netzwerktreffen.

Der Lokalfuchs kommt künftig auch per App aufs Smartphone: Marketingexperte Michael Schröder, Nordkurier-Chef Lutz Schumacher, Marktforscherin Beatrice Ermer, IT-Fachmann Manuel Scheyda und Corinna Köster (von links) konnten schon den Prototyp sehen.
Anne Breitsprecher Der Lokalfuchs kommt künftig auch per App aufs Smartphone: Marketingexperte Michael Schröder, Nordkurier-Chef Lutz Schumacher, Marktforscherin Beatrice Ermer, IT-Fachmann Manuel Scheyda und Corinna Köster (von links) konnten schon den Prototyp sehen.

Die Mehrheit der Menschen in der Region zieht den Einkauf im Fachgeschäft vor Ort Angeboten aus dem Internet vor. Das ergab eine repräsentative Verbraucherstudie des Marktforschungsunternehmens TNS Emnid im Auftrag der Nordkurier Mediengruppe. 60,6 Prozent der 1000 Befragten von Usedom bis zur Uckermark gaben an, Produkte, die nicht täglich benötigt werden, vor Ort einzukaufen.

Das erfuhren Unternehmer gestern Abend bei der exklusiven Präsentation der Studienergebnisse im HKB Neubrandenburg. Im Rahmen der Initiative „Lokalfuchs – regional ist genial“ der Nordkurier Mediengruppe verdeutlichte Beatrice Ermer, Spezialistin für Marktforschung an der Hochschule Wismar, welche Risiken und Chancen sich daraus für die lokale Wirtschaft ergeben. Deutlich wurde unter anderem, dass der Einkauf im Internet einen immer größeren Platz einnimmt. Unterteilt nach Altersgruppen gaben bei den über 50-Jährigen zwar nur 32,1 Prozent der Befragten an, Waren des nichttäglichen Bedarfs auch online zu bestellen, bei den 30- bis 49-Jährigen sind das aber bereits 72,9 Prozent, also fast drei Viertel der Befragten.

Die Nordkurier Mediengruppe will mit der Finanzierung dieser Studie Impulse für den Handel in der Region setzen. Geschäftsführer Lutz Schumacher: „Wir im Nordosten müssen gemeinsam daran arbeiten, dass nicht in der Zukunft nur noch US-Konzerne den gesamten Handel dominieren.“

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