Crosslauf:

Cross-Finale sorgt für volle Waschmaschinen

Die vorpommersche Cross-Serie ist in Anklam zu Ende gegangen. Die Bedingungen sind nicht einfach.

Start für die 1,25-Kilometer-Läufer.
Stefan Justa Start für die 1,25-Kilometer-Läufer.

In einigen Haushalten dürften am Sonntag die Waschmaschinen im Höchsteinsatz gewesen sein. Vor allem bei den Sportlern, die am Sonnabend beim Anklamer Herbstcross starteten: Zwar war die Strecke im Stadtpark angenehm flach, doch der Dauerregen am Vortag hatte für erschwerte Bedingungen gesorgt.

Matsch und Pfützen verlangten den Läufern viel Stehvermögen ab, und auf einigen Abschnitten wurden der Boden von Runde zu Runde tiefer – Crosslauf eben. „Das war schon nicht einfach, hinzu kommen ja noch die vielen engen Kurven. Für diese Verhältnisse waren unsere Leistungen in Ordnung“, sagte Jan Müller.

Der Trainer vom SC Neubrandenburg war mit einem gut 15 Läufer starken Triathlon-Team in Anklam vertreten. Und die Dreikämpfer räumten einige Altersklassensiege ab. Auf der 4,2km-Runde liefen Anna Wagenknecht (wJA, 20:38 Minuten) und Nikolaj Michalew (mJA, 18:04) erwartungsgemäß die schnellsten Zeiten. Da die SCN-Sportler jedoch außerhalb der Cross-Wertung antraten, ging der Gesamtsieg an Diana Herrmann vom TSV Friedland (W40). Sie triumphierte in 23:52 Minuten.

Für die Männer ging es im Hauptrennen über 9,8 Kilometer. Und dort gab sich Titelverteidiger Jörn Christ vom SV scn energy Torgelow (M35) keine Blöße: Er siegte in 42:01, gefolgt von David Manthey (M20, vereinslos, 42:26) und Steffen Spiegel aus Mölln (M40, 43:48). Als einzige Frau nahm Madlen Nehring vom SV Turbine Neubrandenburg (W35) die 9,8 km in Angriff; in 47:26 belegte sie Gesamtplatz 7.

Auf der 1,25-km-Distanz waren Sophie Reppin vom BSV Anklam (W11) in 4:50 und SCN-Triathlet Marco Marlon (M11) in 4:21 Minuten die Besten. Bei den Kleinsten, die eine 600-Meter-Crossrunde meisterten, gingen die Gesamtsiege an Sportler vom TSV Friedland: Elina-Lilli Kraus (W7, 2:38) und Karl Leifels (M7, 2:39) liefen die schnellsten Zeiten.

Der „Tapferkeits-Preis“ geht ebenfalls an eine Friedländerin. Mathilda Leifels (W6) stürzte kurz nach dem Start, rappelte sich aber sofort auf und lief das Rennen trotz blutender Nase und dicken Tränen in den Augen in 3:27 Minuten zu Ende. Als Lohn gab es im Ziel Sonderbeifall der Zuschauer.

Mit insgesamt 123 Läufern aus 26 Vereinen dürften die Verantwortlichen vom Gastgeber BSV Anklam sehr zufrieden gewesen sein. Die Auszeichnungen der besten Läufer der vorpommerschen Cross-Serie 2013 werden am kommenden Sonnabend anlässlich des Ueckermünder Weihnachtslaufes vorgenommen. Start für die 14. Auflage des Weihnachts-Rennens des SV Einheit ist um 10 Uhr in der Goethestraße.

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