Fußball-Landesliga:

Görmins Torwart verteilt Geschenke

In der Fußball-Landesliga ist Einheit Strasburg nach drei Niederlagen in Serie in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Die Partie in Strasburg war hart umkämpft: Sven Kretzschmar und Görmins Stefan Gross (rot) im Duell.
Thomas Krause Die Partie in Strasburg war hart umkämpft: Sven Kretzschmar und Görmins Stefan Gross (rot) im Duell.

Dank eines vorweihnachtlichen Geschenks von Thomas Jordan haben die Landesliga-Fußballer des FC Einheit Strasburg nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg eingefahren.

Der Torwart des SV 90 Görmin ließ in der 86. Minute einen harmlosen Schuss von Strasburgs Kapitän Sven Kretzschmar durch die Hände gleiten, der Ball landete anschließend hinter der Linie – es war das 2:1-Siegtor für den Gastgeber. Die Hausherren konnten wenig später ihr Glück gar nicht fassen. „Egal, solche Geschenke nehmen wir gern an“, sagte Spielertrainer René Schilling.

Aber: Der Sieg der Uckermarkstädter war am Ende nicht einmal unverdient, weil sie sich nach den schwachen Auftritten in den vergangenen drei Wochen an alte Tugenden erinnerten: Kampf und Leidenschaft. Genau dies ging den Görminern im letzten Spiel der Hinrunde ein wenig ab. „In dem Punkt war Strasburg ein paar Prozente besser“, räumte auch Trainer Achim Schult ein.

Seinem Schlussmann, der schon beim Ausgleichstor durch Lukasz Trociuk nicht souverän wirkte, machte er aber keine Vorwürfe: „Wir gewinnen zusammen und verlieren auch zusammen.“

In einer Partie mit ganz wenig Torraumszenen gingen die Gäste sogar in Führung. Beim Schuss von Philipp Meinzer sah Strasburgs Schlussmann allerdings ebenfalls nicht glücklich aus. Nur ein paar Minuten später besaß Ewert die Möglichkeit zum 2:0, sein Kopfball verfehlte aber das FCE-Gehäuse.

Doch schon in dieser Phase wollten die Görminer die Dinge vor allem spielerisch lösen – auf dem tiefen Rasen ein untaugliches Mittel. Hinzu kam, dass sie an diesem Tag auf eine Strasburger Mannschaft trafen, die 90 Minuten die vom Trainer geforderten Kampf und Leidenschaft zeigten. „Genau das wollte ich sehen“, so Schilling. Dass sich seine Jungs kaum richtige Tormöglichkeiten erspielten, war ihm schnuppe. „Dafür haben wir aber auch nicht viele Chancen zugelassen.“

Wenn man es genau nimmt, hatten die Gastgeber aus zwei Chancen zwei Tore gemacht: Bei der ersten Möglichkeit scheiterte Michalczyszyn an Torwart Jordan, die zweite nutzte Trociuk zum Ausgleich (72.). Das Siegtor war das erwähnte Geschenk.

Knackpunkt für Strasburgs Trainer war aber die Riesenchance der Gäste in der 75. Minute: Bahls hatte Michalowsky fein in Szene gesetzt, doch der Stürmer jagte den Ball übers Tor. „Wenn wir da das 1:2 kriegen, verlieren wir das Spiel wohl“, sagte René Schilling.

Görmin spielte mit: Jordan, Piper (90. Schultz), Oberländer, Uteß (58. Michalowsky), Rogee, Bahls, Lüttjohann, Ewert, Steinecke, Meinzer, Gross (76. Schmidt)

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