Judo:

Kämpfer bieten Spektakel am Haff

In Ueckermünde sind am mehr als 300 Judoka auf den Matten aktiv gewesen. Der Judoclub richtet das deutsch-polnische Kampfsportfestival aus.

Die Ueckermünderin Klara Krumnow (rechts) verlor ihren Kampf gegen die Polin Paulina Gapinska.
Thomas Krause Die Ueckermünderin Klara Krumnow (rechts) verlor ihren Kampf gegen die Polin Paulina Gapinska.

Besser geht es kaum: Im zehnten Jahr des Bestehens des Ueckermünder Judoclubs und ein Jahr vor dem großen Jubiläum „50 Jahre Judo“ in der Haffstadt gab es eine neue Rekordmarke.

Knapp 350 Kämpfer aus 25 Vereinen waren beim 14. deutsch-polnischen Kampfsportfestival in Ueckermünde dabei, so viele wie noch nie.Bei den Verantwortlichen um Clubchef Torsten Krumnow sorgte der Boom – gerechnet hatte der UJC mit etwa 200 Sportlern – zwar für ein paar Schweißperlen mehr auf der Stirn, beschwert hat sich darüber natürlich niemand. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagte Krumnow.

Nach den Voranmeldungen sei damit überhaupt nicht zu rechnen gewesen: „Das war doch eher dürftig.“ Gut 30 Helfer, darunter viele Eltern von Haff-Judoka, sorgten aber für einen strammen Ablauf in der Halle des Greifen-Gymnasiums. „Ohne die Eltern würde das hier gar nicht funktionieren“, meinte Krumnow.

Die Stimmung war bestens in der proppenvollen Halle, und davon ließen sich anscheinend auch die kleinen und großen Kämpfer aus Deutschland und Polen inspirieren.Ein paar Irritationen gab es allerdings über die Anwendungen des neuen Regelwerks im Judo. Danach werden in Zukunft zum Beispiel die aktiven Kämpfer belohnt, oder das Greifen unterhalb des Gürtels ist nicht mehr erlaubt. In Polen werden die Regeln bereits angewendet, in Deutschland noch nicht. „Das sorgt natürlich bei so einem Turnier für Diskussionen. Aber wir haben alles ausbalanciert bekommen“, meinte der UJC-Chef.

Trotz der unterschiedlichen Ansichten – auf den Matten gab es guten Sport zu sehen: Bei den Kindern in der Altersklasse U9 zeigten die Wolgaster Tyra Menzel und Linde Sielow ihr großes Talent genauso wie Liz Phillipp vom JSV Löcknitz (U11). Top-Leistungen legten auch die Gastgeber hin. Die Ueckermünder Jan Thurow und Konradt Seibt beherrschten ihre Gewichtsklassen in der U13. Gleiches gelangen Marvin Steeger und Jan Thurow in der U 15. Die dritten Plätze von Gustav Krumnow (U15) im Limit bis 55 und 60 kg gehörten ebenfalls zum positiven Abschneiden der Haffstädter.

Die Mannschaftswertung gewannen die Berliner Judoka vom KK Karow, gefolgt von Motor Wolgast dem RSV Eintracht Berlin. Der Ueckermünder Judoclub wurde punktgleich Vierter.

 

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