Fußball:

Torwart Wühn löst Vertrag bei Greif auf

Maurice Wühn wollte Stammtorwart beim Torgelower SV Greif werden. Es hat nicht geklappt.

Da hatte er noch gut lachen: Maurice Wühn (rechts auf der Ersatzbank) hat seinen Vertrag beim TSV Greif aufgelöst.
Thomas Krause Da hatte er noch gut lachen: Maurice Wühn (rechts auf der Ersatzbank) hat seinen Vertrag beim TSV Greif aufgelöst.

An diesem Wochenende hat Maurice Wühn erstmals seit Monaten so richtig frei – keine Arbeit, kein Fußball. Der 25-Jährige wird die Tage vielleicht nutzen, um noch einmal über die vergangenen Wochen nachzudenken und dabei zu der Erkenntnis kommen: Der Wechsel im Sommer vom Verbandsligisten VFC Anklam zum Torgelower SV Greif war ein Fehler.

Diese Gedankengänge sind sehr wahrscheinlich, denn der Torwart hat seinen Vertrag beim Fußball-Oberligisten mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Schon am Samstag gegen den FC Strausberg (Anstoß 13 Uhr) wird Wühn nicht mehr im Kader stehen. „Ich sehe keine Perspektive und Chance mehr bei Greif“, sagt Wühn, der hinter Stammtorwart René Hartleib derzeit nur die Nummer zwei ist.

Ausschlaggebend für Wühns plötzliche Entscheidung war das Landespokalspiel der Greifen gegen den FC Hansa Rostock (0:3). Trainer Tomasz Grzegorczyk hatte Wühn vor Saisonbeginn zugesagt, dass dieser in Pokalspielen zwischen den Pfosten stehen wird.

Bis zum Duell gegen den Drittligisten hielt der Coach auch Wort, entschied sich dann aber für René Hartleib. Maurice Wühn, der neben den Cuppartien ein Oberligaspiel (gegen Altglienicke) bestritt, will nicht nachtreten: „Das ist nicht meine Art. Aber ich denke, der Verein weiß,  dass meine Entscheidung gerechtfertigt ist.“

Trainer Tomasz Grzegorczyk bedauert Wühns Vertragsauflösung. „Ich weiß, dass Maurice unzufrieden gewesen ist. Es gab diese Abmachung, dass die Pokalspiele Maurice gehören. Aber ich entscheide immer von Spiel zu Spiel. Und vor dem Hansa-Spiel hatte ich den Eindruck, dass René besser drauf ist, er hatte sehr gut trainiert. Wir spielen in der Oberliga, da muss man Trainerentscheidungen einfach akzeptieren. Ich kann niemandem Garantien geben, dass er spielt“, sagt Grzegorczyk.

Nicht in Ordnung findet der Greif-Trainer, dass Wühn drei Spiele vor der Winterpause um Vertragsauflösung gebeten hat: „Das ist einfach der falsche Moment, weil er die Mannschaft allein lässt. Was ist, wenn sich René Hartleib jetzt verletzt, dann stehen wir ohne Torwart da.“ Er wünsche Maurice dennoch alles Gute bei seinem weiterem sportlichen Weg: „Maurice ist ein guter Junge.“

Wohin den Torwart die Zukunft führt, weiß Wühn noch nicht: „Ich halte mich bis zur Winterpause fit und schaue, was sich ergibt.“ Eine Rückkehr zum VFC Anklam könne er sich im Moment zwar nicht vorstellen, ausschließen will der 25-Jährige das aber nicht: „Ich hatte da eine gute und erfolgreiche Zeit und im Fußball kann man nichts ausschließen.“

Spekuliert wird inzwischen aber auch, dass es Wühn zurück nach Brandenburg zieht. Der Torwart kam 2007 als 18-Jähriger vom SV Babelsberg zum FSV Einheit Ueckermünde, spielte dann für den TSV Greif, bevor er zum VFC Anklam wechselte. 

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