Fußball-Verbandsliga:

VFC-Fans und Trainer sauer

In der Offensive harmlos und im Abwehrverhalten kläglich: Die Anklamer Verbandsligafußballer liefern gegen Schwerin eine enttäuschende Vorstellung ab und kassieren eine deftige Heimpleite.

VFC-Verteidiger Pawel Bielecki verfehlt den Ball in dieser Situation nur knapp. Mit seinem Team kassierte er gegen den FC Mecklenburg Schwerin die dritte Saison-Niederlage.  
Stefan Justa VFC-Verteidiger Pawel Bielecki verfehlt den Ball in dieser Situation nur knapp. Mit seinem Team kassierte er gegen den FC Mecklenburg Schwerin die dritte Saison-Niederlage.  

Haarsträubende Abwehrfehler, enttäuschte Zuschauer und ein sichtlich angesäuerter VFC-Trainer: Der fünften Spieltag ist ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Anklamer Verbandsliga-Fußballer verlaufen.

Vor heimischem Publikum kassierten sie gegen den FC Mecklenburg Schwerin eine 0:3-Pleite. Dabei luden die Gastgeber ihren Gegner nach dem Seitenwechsel durch kapitale Patzer im Defensivverhalten zum munteren Scheibenschießen ein.„Fehler können jedem unterlaufen“, stellte Trainer Hagen Reeck klar, machte seinem Ärger aber im gleichen Atemzug Luft: „Dass sich der eine oder andere Spieler nach dem zweiten Gegentor aufgegeben hat, geht allerdings gar nicht.“

Der Grund für die kritischen Worte des 53-Jährigen lag auf der Hand, denn einige seiner Kicker ließen nach dem 0:2 jegliches Aufbäumen vermissen: „Im Gegenteil: Wir sind völlig auseinandergefallen. Es war enttäuschend, wie wir uns in der letzten halben Stunde präsentiert haben.“ Dabei sah es zur Pause gar nicht so schlecht aus für das Team aus der Peenestadt, obwohl die Geschichte der ersten 45 Minuten schnell erzählt ist.

In einer ausgeglichenen Partie bemühten sich beide Mannschaften, kreuzten aber nur selten gefährlich in den Strafräumen auf. Während VFC-Keeper Stefan Schmidt (9., 35.) zweimal gut parierte, vergab Damian Staniszewski in der 29. Minute die beste Chance der Gastgeber.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit deutete noch nichts darauf hin, dass das dritte Heimspiel der Saison für die Anklamer mit einer deutlichen Pleite enden würde.

Der Knackpunkt des Spiels folgte in der 54. Minute, als Verteidiger Stefan Kreutz nach einem langen Pass der Schweriner in die Spitze ins Straucheln kam. Den Schnitzer des Routiniers konnte sein Hintermann Stefan Schmidt nicht mehr wettmachen. „Es war äußerst unglücklich. Stefan ist der Ball versprungen, darauf hat sein Gegenspieler spekuliert“, schilderte der Keeper die Situation.

Nur sieben Minuten später der vorzeitige Knockout: Erneut bestraften die Landeshauptstädter das schläfrige Abwehrverhalten der Anklamer mit dem 2:0. Drei Minuten später hatte Phil Skeip zwar den Anschlusstreffer auf dem Fuß, verfehlte aber knapp. Ansonsten fiel den Anklamern nur wenig ein. „Wir waren einfach nicht giftig und bissig genug“, machte Reeck deutlich.

Zudem war seinem Team die Verunsicherung im Abwehrverhalten deutlich anzumerken. In der 82. Minute hatten die Vorpommern bei einem Lattenknaller der Gäste noch Glück, nur wenig später bestraften die Landeshauptstädter einen weiteren Aussetzer der VFC-Defensive doch noch mit dem 0:3.

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