Fußball-Verbandsliga:

VFC-Fußballer bestrafen sich selbst

Einen Zwei-Tore-Vorsprung können die Anklamer gegen den amtierenden Fußball-Landesmeister nicht über die Zeit retten.

Die Anklamer um Kapitän Michael Jeske (links) mussten sich gegen Sievershagen mit einem Remis begnügen.
Stefan Justa Die Anklamer um Kapitän Michael Jeske (links) mussten sich gegen Sievershagen mit einem Remis begnügen.

„Unterm Strich geht das Unentschieden für beide Seiten in Ordnung.“ Von einer gefühlten Niederlage seiner Anklamer Verbandsliga-Fußballer wollte Ronny Pflichtbeil nach dem Abpfiff zwar nicht sprechen, ein Hauch von Enttäuschung steckte aber schon in der Stimme des Co-Trainers.

Gegen den Sievershäger SV führten die VFC-Kicker vor 160 Zuschauern bis zur 77. Minute noch mit 2:0, ehe sie in der Schlussphase binnen drei Minuten die Gegentore zum 2:2 hinnehmen mussten.Nach zuvor vier Niederlagen in Serie gegen das SSV-Team waren die Peenestädter kurz davor, den Bock umzustoßen. „Wir haben fast über die gesamte Spielzeit richtig gut verteidigt. Es ist bitter, dass wir trotzdem nicht als Sieger vom Platz gegangen sind“, machte der Anklamer Co-Trainer deutlich, denn auf den Anschlusstreffer der Gäste in der 77. Minute folgte prompt der Ausgleich (79.).

„Das 2:2 muss ich auf meine Kappe nehmen“, räumte Schlussmann Stefan Schmidt ein. Er hatte bei einem Freistoß aus 35 Metern Torentfernung keine glückliche Figur gemacht. „Fehler dieser Art sind nicht schön, passieren aber nun mal“, fand Ronny Pflichtbeil aufmunternde Worte für den Keeper.Im Duell gegen den Tabellenfünften kreuzten die Vorpommern in der ersten Halbzeit nur zweimal gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf.

Nachdem Angreifer Damian Staniszewski die erste gute Möglichkeit in der 26. Minute ungenutzt ließ, glänzte er drei Minuten vor der Pause als Vorbereiter. Nach seiner Kopfball-Ablage drückte Sturmpartner Toni Rabe den Ball zur 1:0-Führung in die SSV-Maschen.

„Es ist unfassbar, die Anklamer schlagen den Ball nur lang nach vorne und führen trotzdem mit 1:0“, haderte der Sievershagener Ole Neumann zwischen den beiden Halbzeiten im Kabinengang mit der Spielweise der Platzherren, verlor einen wesentlichen Aspekt dabei allerdings aus den Augen: Seine Mannschaft fand über weite Strecken nicht die spielerischen Mittel, den VFC ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

„Erst als es Gäste in der Schlussphase mit der Brechstange versuchten, sind sie zum Erfolg gekommen“, stellte Pflichtbeil klar. Zuvor war Phil Skeip in der 72. Minute das zwischenzeitliche 2:0 gelungen. Er zog aus 30 Metern Torentfernung ab und traf. „Ein Traumtor. Schade nur, dass wir unsere Konter in dieser Phase des Spiels nicht clever genug ausgespielt haben. Mit dem 3:0 wäre das Spiel wohl entschieden gewesen“, sagte der Co-Trainer, der den privat verhinderten Chefcoach Reeck vertrat.

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