Handball:

Beim HSV holpert‘s noch

Packenden Handballsport erleben die zeitweise 200 Zuschauer beim Reuterpokal in Stavenhagen. Gastgeber SSV muss den Ostsee-Spree-Ligisten aus Neubrandenburg und Loitz den Vortritt lassen.  

Der Loitzer Tim Schieschang allein gegen die Güstrower Übermacht.
Florian Ferber Der Loitzer Tim Schieschang allein gegen die Güstrower Übermacht.

Am Ende war es ein Duell der Großen. Die beiden Ostsee-Spree-Ligisten HSV Peenetal Loitz und SV Fortuna '50 Neubrandenburg haben sich einen packenden Handball-Krimi um den Reuterpokal in Stavenhagen geliefert, das die Viertorestädter dank der besseren Chancenverwertung 15:13 (8:8) für sich entschieden. Gastgeber und Titelverteidiger Stavenhagener SV aus der MV-Liga sicherte sich nach dem 14:14 im heiß umkämpften Match gegen Verbandsligist Güstrower HV mit dem besseren Torverhältnis den dritten Platz. Im Damen-Turnier sicherte sich die erste Mannschaft des SSV nach einem 11:8 gegen den SV Crivitz die Trophäe.

Trotz zweier Niederlagen gegen die höherklassigen Favoriten aus Neubrandenburg (9:18) und Loitz (13:18) sieht Stavenhagens Trainer Jörg Dombdera sein Team zwei Wochen vor dem Punktspielstart in der MV-Liga auf einem guten Weg. „Wir hatten drei Ziele: Eine Sechs-Null-Abwehr präsentieren, Tempospiel aus jeder Phase heraus und geschlossen als Team aufzutreten. Da ist uns gelungen und das sind die Inhalte, die wir seit Wochen trainieren.“

Während Dombdera seinen kleinen Kader gezielt einsetzte, nutzten seine Kollegen den Reuterpokal teilweise als Experimentierfeld. Christian Genuttis zum Beispiel, Coach des HSV Peenetal Loitz, bastelt noch an der richtigen Formation für die Punktspielstart in die Ostsee-Spree-Liga. „Wir kämpfen uns durch eine schlechte Vorbereitung und wollen hier beim Turnier unseren Trainingsrückstand aufholen“, erklärte Genuttis.

Die Konstellation beim HSV sein in diesem Jahr einfach ungünstig, Einige Spieler studierten auswärts, Leistungsträger Thomas Sanftleben, immerhin zweimal hintereinander Torschützenkönig, sei durch ein Praktikum stark eingebunden. Zudem fehlen wegen Kreuzbandriss bzw. Kahnbeinbruch die beiden Stammkreisläufer Andreas Schulz und Alexander Einweg. Dazu gesellt sich Linksaußen Kevin Romeikat. „Das sind ganz wichtige Positionen und ich probiere gerade mehrere Spieler. Jeder kriegt seine Einsatzzeit, auch Neuzugang Christian Schwerin vom Stralsunder HV.“ Unter diesen Vorzeichen sei seine Saisonprognose beim Vorstand auch etwas gedämpft ausgefallen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung