Trainer-Entlassung:

Demmin-Coach muss gehen

Silvio Schwartz ist nicht mehr Trainer der Demminer Landesklasse-Fußballer. Die Dauer-Misere ist ihm zum Verhängnis geworden. Sein Nachfolger ist ein guter Bekannter im Verein.

In Zukunft wird Thomas Beese die Pausenansprache bei den Demminer Fußballern halten. Silvio Schwartz (Zweiter von rechts stehend) ist raus.
Florian Ferber In Zukunft wird Thomas Beese die Pausenansprache bei den Demminer Fußballern halten. Silvio Schwartz (Zweiter von rechts stehend) ist raus.

Der Vorstand des Demminer SV 91 hat die Reißleine gezogen und auf die anhaltende sportliche Talfahrt der Landesklasse-Elf reagiert. Trainer Silvio Schwartz, seit der Winterpause 2013/13 im Amt, musste seinen Hut nehmen. Der erhoffte Schub blieb allerdings aus: Der ultimative Krisen-Kick beim Vorletzten FSV 1919 Malchin II ging 1:3 in die Binsen, der Abstand zum rettenden Ufer wuchs auf sechs Zähler an.

Die Demminer holten aus zehn Spielen kümmerliche zwei Pünktchen, sodass sich die verantwortlichen Personen zum Handeln gezwungen sahen. „Es lief einfach nicht so, wie es sollte. Natürlich hatten wir gegen Malchin auf einen positiven Effekt gehofft. Nun ist das Team aber in der Pflicht“, erklärte Jürgen Weidlich, der den DSV derzeit kommissarisch als Vorsitzender leitet. Gleichzeitig gibt Weidlich zu, als Abteilungsleiter für die Jugend nicht allzu nah dran zu sein am Männerteam.

„Natürlich bin ich enttäuscht. Man hat viel Zeit in die Arbeit gesteckt und schüttelt das nicht einfach ab. Ich kann den Schritt aber auch verstehen. Wenn nichts geht, muss man damit leben“, sagte Silvio Schwartz auf Nordkurier-Nachfrage. Schwartz, der viele Jahre lang beim Demminer SV aktiv war, will nun auf Abstand gehen. „Ich muss runter fahren und habe mit dem Thema vorerst abgeschlossen.“ Natürlich hoffe er, dass die Jungs die Landesklasse halten. Denn „Demmin bleibt mein Verein“.

Das Unternehmen Klassenerhalt soll bis zur Winterpause Thomas Beese, bisher Coach der Kreisklasse-Mannschaft, in Angriff nehmen. „Er kennt den Verein und wir haben Vertrauen, dass er es schaffen kann“, so Jürgen Weidlich. Allerdings sei es nicht ausgeschlossen, dass zum Rückrundenstart ein anderer Trainer auf der Demminer Bank sitzt. Jürgen Weidlich: „Alles ist möglich.“

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