Boxen:

Felix explodiert nur im Ring

Kein Lautsprecher: Felix Fischer, Nachwuchsboxer der SG Altentreptow, lässt eher Taten als Worte sprechen.

Felix Fischer (l.) beim Training mit Trainer Dieter Breitenbach.
             
Florian Ferber Felix Fischer (l.) beim Training mit Trainer Dieter Breitenbach.  

Stille Wasser sind tief. Ein Sprichwort, das im Fall von Felix Fischer auch auf Boxer zutrifft. „Ruhig“, „bescheiden“, „brav“ – mit diesen Attributen charakterisiert Trainer Dieter Breitenbach von der SG Aufbau Altentreptow seinen Schützling abseits des Rings. „Felix ist der vorbildlichste Sportler, den ich je hatte, immer leistungsbereit, nie undiszipliniert. Er ist mir nie frech oder dämlich gekommen und ein Vorbild für die Jugend“, sagt Coach Breitenbach. Doch Vorsicht! Im Seilquadrat zeige der 18-Jährige sein zweites Gesicht und explodiere.

Dass Felix Fischer mit seiner Art der leisen Töne und ohne große Muskelspielchen gut fährt, zeigen seine Erfolge der vergangenen Jahre. Landesmeister wird er gleich mehrfach, zuletzt bei den Junioren 2013. Daneben gibt es unter anderem 2011 Edelmetall als Norddeutscher Meister der Jugend und in diesem Jahr als Zweiter. Insgesamt ist seine Kampf-Bilanz fast ausgeglichen: 50 Fights, 27 Siege, 21 Niederlagen und zwei Remis. Doch nicht nur Medaillen motivieren. „Ich mag beim Boxen das Mann gegen Mann, und dass man richtig Stress am Sandsack abbauen und die Wut rauslassen kann“, sagt Felix Fischer, der seit fast sieben Jahren dabei ist und einst gemeinsam mit seinem Bruder in den Treptower Boxstall hineinschnuppert.

Mittlerweile ist der Gützkower in der Männerklasse angekommen und tritt neuerdings ohne Kopfschutz gegen seine Kontrahenten an. Dabei ist gleich sein erster Ringpartner ein echter Brocken, zwölf Jahre älter. Trotzdem reicht es bei dem Turnier auf Anhieb für Rang zwei. „Es hat Spaß gemacht. Die Sicht ist nun besser, aber die Umstellung schon groß“, so Fischer, der sich selbst als Konterboxer bezeichnet, zu den neuen Kampfbedingungen.

Ob es für den 18-Jährigen, der neben dem Training in Neubrandenburg gerade eine Lehre zum Metall-Fachpraktiker macht, am Ende soweit reicht wie für seine Box-Vorbilder Arthur Abraham und Felix Sturm, bleibt abzuwarten. Dagegen hätte Felix Fischer aber nichts einzuwenden. „Ich will weiter machen, solange es geht. Wenn es als Profi klappen würde, dann gerne.“

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