Fußball-Landesklasse:

„Gefühlter Sieg“ im Derby

Einen langen Atem müssen die Reinberger Landesklasse-Kicker in der Neuauflage des Duells mit dem FSV 90 Altenreptow beweisen. Die Gäste lassen die spielerische Linie vermissen.

Reinbergs Peter Borchardt (l.) gegen Youngster Kevin Götsch.
Florian Ferber Reinbergs Peter Borchardt (l.) gegen Youngster Kevin Götsch.

Torflut in der Vergangenheit, Magerkost in der Gegenwart: Nachdem in den beiden Landesklasse-Derbys zwischen dem FSV Reinberg und dem FSV 90 Altentreptow in der letzten Saison insgesamt 15 Treffer fielen, begnügten sich die ewigen Fußball-Kontrahenten im jüngsten Duell am vergangenen Sonnabend vor 185 Zuschauern in Reinberg mit einem 2:2 (0:1).

Gastgeber-Coach Frank Rohloff sprach nach dem Abpfiff von einem „gefühlten Sieg“. Nicht ohne Grund, lagen seine Mannen doch nach 65 Minuten schier aussichtslos mit 0:2 hinten und hatten eine weitere Heimpleite dicht vor Augen. „Unsere Halbzeitansprache lautete: Nicht abschenken das Ding, gegenhalten, gegenhalten“, verriet Rohloff das Kabinengeflüster zwischen ihm, Kollege Robert Manke und den FSV-Kickern. Die mussten zu diesem Zeitpunkt in einem umkämpften, spielerisch aber arg limitierten Derby auf Holperrasen ein 0:1 verkraften. Treptows Robin Holtz hatte in der 32. Minute einen unglücklichen Ausflug von Reinberg-Keeper Olaf Meyen genutzt und den Ball in den Maschen versenkt. Meyen stand kurz vor der Pause erneut im Fokus, als er einen fiesen Aufsetzer gerade noch zur Ecke lenken konnte.

„Startzeichen in der zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel wurde es bedingt munterer. Mitverantwortlich dafür unter anderem Reinbergs Chris Rohloff, der in der 49. Minute frei durch, einen „Riesen“ für die Platzherren liegen ließ. Eine hübsche Kombi auf der Gegenseite zwischen Sven Pukowski und Andreas Stuth nutzte Letzterer zum 0:2 (65.). „Nach der 2:0-Führung müssen wir das besser runterspielen“, haderte FSV-90-Coach Axel Polchow am Ende mit dem vergebenen „Dreier“.

Denn das „Startzeichen“ (O-Ton Frank Rohloff) zur Reinberger Aufholjagd folgte fast postwendend in Gestalt eines Flankenballs von Johannes Braunstein von der linken Außenbahn, der sich hinter Treptows Torwart Mario Behrndt in die rechte Ecke senkte (67.). „Sicherlich war das Tor etwas glücklich, aber wir wollten auf Biegen und Brechen das Unentschieden machen“, so Frank Rohloff. Und erneut Joker Braunstein, sonst in der Kreisklasse-Elf am Start, setzte das Vorhaben mit Köpfchen um (83.) und bescherte den Gastgebern mit dem 2:2 einen Zähler. „Wir liegen nun mit 13 Punkten voll im Soll. Alles, was hier rauskam, war Zugabe. Nun können wir beruhigt nach Hohendorf fahren“, sagte Rohloff.

Auch Axel Polchow stimmte nach dem Schluss eher versöhnliche Töne an. „Es war ein typisches Derby, am Ende gerecht, auch wenn wir die Konter besser hätten beenden müssen. Spielerisch sind wir auf jeden Fall unter unseren Möglichkeiten geblieben.“

FSV Reinberg: Meyen; Stöck, Fritzsche, Dahnke, Borchardt (86. Schur), Brähmer (9. Braunstein), Steltner, Krüger, Neumann (59. E. Dokter), T. Stuth, Rohloff

FSV 90 Altentreptow: Behrndt; Köppen, Pukowski, Kowalski, Roloff, Schmidt, Lieberenz, Götsch (76. Zühlke), Albrecht, Holtz, A. Stuth

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