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Görmin zeigt altem Rivalen Grenzen auf

Kämpferisch top, spielerisch mau: Nur mit Einsatz und Leidenschaft ist für die Pentzer Landesliga-Fußballer in Görmin nichts zu holen. Unrühmliche Schlusspunkte setzen die Gäste nach dem Abpfiff.

Harte Zweikämpfe: Görmins Andre Ewert gegen Marco Sprenger (r.).
Florian Ferber Harte Zweikämpfe: Görmins Andre Ewert gegen Marco Sprenger (r.).

Dass die früheren Bezirksliga-Rivalen SV 90 Görmin und SV Traktor Pentz mittlerweile eine kleine Fußballwelt trennt, zeigte sich am vergangenen Sonnabend beim ersten Wiedersehen auf Landesliga-Ebene. Denn vor 206 Zuschauern hatte Aufsteiger Pentz beim Favoriten letztlich nichts zu bestellen und schluckte eine heftige 1:6-(0:2)-Schlappe.

„Ich hatte schon erwartet, dass wir das größere spielerische Potenzial haben. Aber man weiß nie, wie das Spiel läuft. Pentz gilt ja als sehr kampfstark“, resümierte Görmins Trainer Achim Schult nach dem letzten Heimspiel vor der Winterpause.

In einer Partie, in der der Wind zuweilen stürmischster Gegenspieler war, zeigten die Gastgeber vor allem in der Offensive reifere und clevere Spielzüge. Bei einem Flatterball von Alexander Schulz nach sechs Minuten sah Traktors Schlussmann Rene Zander nicht gut aus und hatte das Nachsehen. Andre Ewert nahm sich anschließend die Forderung der Fans („Einer geht noch…“) besonders zu Herzen und verwandelte einen, allerdings fragwürdigen, Strafstoß zum 2:0 (18.).

Auch in der zweiten Halbzeit warfen die Pentzer Kampf und Einsatzbereitschaft in die Waagschale – allein, ihre spielerischen Mittel blieben limitiert. Immerhin: Auf das 3:0 kurz nach Wiederanpfiff – Stefan Gross köpfte einen Eckball ins Tor – konterte Christoph Brandt mit dem 1:3 (54.). Doch was die Schult-Elf im Anschluss zauberte, glich einer Lehreinheit in Sachen Spielwitz und Effektivität. Zweimal Philipp Meinzer (55./57.), und einmal Kapitän Andreas Bahls (61.) schraubten nach teils sehenswerten Kombinationen das Ergebnis auf 6:1. Der Görminer D-Zug war für die Traktor-Defensive schlicht zu schnell. „Nach dem Gegentor haben die Jungs die Fronten geklärt“, freute sich Achim Schult. Trotzdem hätten Jan Breul (75.) und Philipp Fernow, der einen Freistoßball auf die Latte setzte (85.), das Resultat aus ihrer Sicht noch freundlicher gestalten können.

Unrühmliche Schlusspunkte aus Gästesicht: Marco Sprenger sah kurz vor Ende Gelb-Rot. Damit nicht genug, holten sich seine Kollegen Andy Klück und Jan Breul nach Abpfiff (!) noch jeweils die Rote Karte wegen verbaler Entgleisungen ab.

SV 90 Görmin: Jordan; Rogee, Uteß (78. Michalowsky), Schulz, Piper, Lüttjohann, Gross (72. Hesse), Ewert, Steinecke, Meinzer Bahls

SV Traktor Pentz : R. Zander; A. Brandt, P. Plamann, M. Zander (68. Krüger), Eggebrecht (75. Gehrmann), Sprenger, Klück, F. Plamann (68. Ch. Muth), Ch. Brandt, Breul, Fernow