Schwacher Auftritt:

Handballer kassieren krachende Pleite

Beim Auftritt des HSV Grimmen schlottern den desolaten Gastgebern die Knie. Was Demmins Handballer in Hälfte zwei boten, war eine Zumutung.

Da half alles reden nichts: Einheit ging gegen Grimmen unter.
Archiv/Mark Berger Da half alles reden nichts: Einheit ging gegen Grimmen unter.

SV Einheit Demmin: Mannschaft der zwei Gesichter. Eine katastrophale zweite Halbzeit gegen den HSV Grimmen besiegelte die 26:35-(15:16)-Heimniederlage. Ohne die fehlenden Stöwsand, Blank und Borchardt begann Einheit und glich durch eine blitzsaubere Steilvorlage von Torwart Lestmann auf den Ex-Grimmener Schmidt in der 3. Minute zum 1:1 aus. Danach entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Ein gut besetzter Zuschauerrang sah, wie die Führung stetig wechselte. 3:1 für den Hausherren, dann nach gut zehn Minuten 6:5 für Grimmen. Einheit war zu passiv in der Abwehr.

Während dieser Phase wechselte Demmins Trainer Peter Ritzrau. Für Oleszczyszyn kam Hein, der Bewegung in den Angriff von Einheit brachte. Der Rückraum der Hausherren, im Bützow-Spiel noch gelobt, war bis zu diesem Zeitpunkt zu zögerlich. Jan Ritzrau am Kreis und Einwechsler Hein übernahmen jetzt das Kommando und das Ritzrau-Team ging nach 21:10 Minuten 12:11 wieder in Führung. Diese beiden waren es, die für weitere Tore auf Seiten des Gastgebers sorgten. Weil die Defensivarbeit bei Einheit noch nicht funktionierte, übernahm Grimmen wieder die Führung

Trainer Ritzrau in Rage

Die zweite Hälfte sollte Spannung versprechen. Doege kam für den frustrierten Keeper Lestmann ins Gehäuse, der zu sehr auf sich allein gestellt war. Einheit schaffte den Ausgleich zum 18:18. Danach die Schlüsselszene: Grimmen war im Angriff und bekam einen Strafwurf zugesprochen. Dieser Pfiff brachte die komplette Demminer Bank und besonders Trainer Ritzrau in Rage, der dafür eine Zeitstrafe erhielt. Jetzt in Unterzahl spielend, verlor Einheit komplett den Faden. Vier Tore fielen in diesen zwei Minuten für den Gast und es stand 18:22 aus Sicht der Hausherren. Einheit war bemüht zurückzufinden, aber es lief nichts mehr zusammen.

Zehn Minuten vor dem Ende hatte sich ein Acht-Tore Rückstand aufgebaut. Ein machtloser Doege im Demminer Kasten ging zurück auf die Bank und es kam noch einmal Lestmann. Jetzt ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Einheit war völlig von der Rolle, was man zahlreichen Zuschauern bot, war erschreckend.

SV Einheit Demmin: Lestmann, Doege (bd. im Tor); Hein (4), J. Ritzrau (5), Plötz (1), Dabrowski, Lemke (1), Matoszko (5/1), Kohtz (1), Schmidt (4/2), Oleszczyszyn (5)

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