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Kickers landen "Dreier"

Bei den heimstarken Groß Miltzowern lassen die Siedenbollentiner Kreisoberliga-Fußballer nichts anbrennen. Nossendorf weist in Staffel I Wokuhl in die Schranken. Rosenows Talfahrt geht ungebremst weiter.

Am Ball Ronny Kreft, bester Mann beim MSV.
Eckard Berndt Am Ball Ronny Kreft, bester Mann beim MSV.

MSV Groß Miltzow-SV Siedenbollentin 2:4 (1:2)

Im hochbrisanten Duell beim punktgleichen MSV Groß Miltzow hat Fußball-Kreisoberligist SV Siedenbollentin in Staffel II mit einem 4:2-(2:1)-Auswärtssieg die Oberhand behalten. Der SVS, welcher von Trainer Robert Kautz gut auf die kampf- und heimstarken Miltzower eingestellt wurde, übernahm die Initiative und ging völlig verdient durch Torsten Moeck im Nachschuss in Führung. Kapitän Lange wurde anschließend nach herrlichem Pass von Pade in die Gasse geschickt und schloss eiskalt zum 0:2 ab. Nun kamen die Hausherren besser auf und nach Konfusion in der Gäste-Hintermannschaft hieß es plötzlich 1:2. Noch vor der Pause wurden die Miltzower mit einer Gelb-Roten Karte völlig zurecht dezimiert. Nach dem Wechsel drückte Groß Miltzow und nach einem Kopfball hieß es 2:2. „Bolle“ verstand nun die Zeichen der Zeit. Florian Drawert schnappte sich nach Pass Moeck das Leder, ging ein paar Schritte und hämmerte den Ball aus 20 Metern zum 2:3 in den Winkel. Nur kurze Zeit später wurde Stefan Gottschalk von Koch bedient, setzte sich mit all seiner Klasse gegen seinen Gegenspieler durch und erzielte aus zwölf Metern den 2:4-Endstand. 

SV Nossendorfer Kickers-FV Wokuhl 3:1 (0:1)

Die Nossendorfer Kickers haben gegen den Tabellennachbarn aus der Kreisoberliga I, den FV Wokuhl, einen ungefährdeten „Dreier“ gelandet. Obgleich die Gäste noch bis zur Pause mit 1:0 führten, drehten die zweitplatzierten Kickers die Partie in einen 3:1-Heimsieg. Denn nur im ersten Abschnitt war Wokuhl dem Gegner ebenbürtig. Einen Nossendorfer Stellungsfehler nutzten sie zur Führung (19.), die sie in der Folgezeit klug verwalteten. Nach dem Wechsel kam aber prompt die Nossendorfer Antwort. In Halbzeit eins noch glücklos vor dem Tor, antizipierte Tony Hirsch im zweiten Abschnitt zweimal geschickt (54./63.), und netzte aus Nahdistanz ein. Toni Sternberg tat es seinem Mitspieler gleich, erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld und ließ Libero und Torwart der Gäste keine Abwehrchance: 3:1 (69.). Nossendorf dominierte, nur vor dem Tor ließ man wieder einmal die Kaltschäuzigkeit vermissen. Ein verschossener Foulelfmeter und ein halbes Dutzend vergebener Hochkaräter zeugen davon. Nossendorf: Eggert; Kolberg, Berndt, Bartz, Burwitz (69. Biermann), Barz, Schult, Sternberg, Henning (72. Günter), Frenk, T. Hirsch (82. M. Hirsch)

SV BW Basedow-SV 46 Rosenow 1:0 (1:0)

Eine weitere Niederlage steckte der SV 46 Rosenow beim SV Blau-Weiß Basedow am 9. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga I ein. 1:2 (0:1) wurde die Begegnung verloren. Mit nur elf Spielern reiste das Team von Wiegand Schalow nach Basedow. In einer kampfbetonten, teilweise auch ruppigen Partie gab es nur wenige dicke Gelegenheiten. Die Gastgeber nutzten einen Ballverlust (7.) der Rosenower vor dem eigenen Strafraum nicht, auf der anderen Seite zog Stettin aus 18 Metern ab (15.). Bei einem Kopfballduell bekam Cukier einen Ellenbogen ins Gesicht. Seine große Platzwunde wurde mit einem Turban versehen und weiter ging es für ihn. In der Nachspielzeit fiel die 1:0-Führung (45. + 2) durch Schubert für Basedow. Bei einem Einwurf war die 46iger Abwehr unaufmerksam. Mit viel mehr Schwung kamen die Gäste aus der Kabine. Oliver Wawrik wurde dann im Strafraum festgehalten und den Elfmeter versenkte er selbst zum 1:1 (62.) Nach gleichem Strickmuster wie beim 1:0 fiel dann das 2:1 (73.) für die Gastgeber. Ausgangspunkt war erneut ein weiter Einwurf und Rieck versenkte den Ball im Gehäuse. „Wir hätten mit einem Punkt die Heimfahrt antreten müssen. Die beiden Gegentore nach Einwürfen waren zu billig“, so 46-Trainer Schalow ziemlich zerknirscht. Rosenow: Frehse; Voß, Prodoehl, Laatz, Stettin, Kraft, Hampe, Rosteck, Wawrik, Cukier, Lorenz.