Kreisfußball:

Nossendorfer Elf im Wechselbad der Gefühle

An Dramatik kaum zu überbieten ist das Kreisoberliga-Spiel zwischen den Kickers und Gielow. Sarow zeigt sich auswärts effektiv.

Thomas Teske (r.) erzielte ein kurioses Tor zum 3:0 in Basedow.
Frank-Peter Dwars Thomas Teske (r.) erzielte ein kurioses Tor zum 3:0 in Basedow.

SV Nossendorfer Kickers-SV Gielow 4:4 (0:1)

Dass der Empfang des Vorletzten der Fußball-Kreisoberliga I, SV Gielow, bei den zweitplatzierten Kickers eine derartige Brisanz entfalten würde, konnte im Vorfeld niemand erahnen. Acht Tore, drei Platzverweise und unzählige Verwarnungen versetzten die Anhänger beider Teams in ein Wechselbad der Gefühle. Und diese glichen beim Nossendorfer Anhang bis kurz vor Abpfiff ob des 1:4-Rückstandes ihrer Mannschaft eher Tristesse. Doch die Kickers kämpften unermüdlich und kamen noch zum 4:4. „Natürlich hatten wir vor der Partie einen Heimsieg anvisiert. Dem Spielverlauf entsprechend kann ich aber mit dem Punkt gut leben“, räumte Kickers Trainer Schröder nach der Partie ein. „Die Mannschaft hat sich diesen Punkt im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft.“ Denn Nossendorf machte sich das Leben wieder selbst schwer. Offensiv mit der bekannten Abschlussschwäche, ließ man dem Gegner hinten viele Freiräume. Gielow nutzte diese zum 1:0 (40.), 2:0 (46.), 3:1 (49.) und 4:1 (51.) und sah bis zur 80. Minute wie der sichere Sieger aus. Doch eine weite Hereingabe von Philipp Günter senkte sich zum 2:4 ins Tor und Nossendorf bekam, begünstigt durch einen Platzverweis des Gegners, die zweite Luft. Die Gäste wurden nun regelrecht eingeschnürt und Toni Sternberg brachte den Ball aus halbrechter Position zum 3:4 (90.) über die Linie. Die konsternierten Gielower mussten in der sechsminütigen Nachspielzeit auch noch das 4:4 (90. +4) durch Tony Hirsch schlucken– nach dem 1:2 (48.) der zweite Treffer des Nossendorfer Torjäger. Nossendorf: Eggert; Sternberg, Kolberg, Krase (71. Berndt), Biermann (65. Bartz), Henning, Schult, Günter, Barz, Hirsch, Frenk.

SV BW Basedow-SV Traktor Sarow 0:3 (0:1)

Die Sarower Kreisoberliga-Fußballer haben sich im Auswärtsspiel der Staffel I beim SV Blau-Weiß Basedow sehr effektiv gezeigt. Sie machten aus drei Chancen drei Tore und nahmen nach dem „dreckigen“ 3:0-(1:0)-Erfolg alle drei Punkte aus Basedow mit. Kurios war, dass der Treffer zum 3:0 von Thomas Teske nicht mal eine Chance war, ja nicht mal ein gewollter Torschuss. Aus 40 Metern spielte Teske in die Spitze auf Siegler, der nicht an den Ball kam, aber den Keeper dabei so irritierte, dass der nur noch dem Leder auf seinem Weg ins Netz nachschauen konnte.Traktor machte die Treffer zum 1:0 (Kellmann per Kopf/18. Minute) und 2:0 (Siegler/69.) genau zu richtigen Zeitpunkten, beschränkte sich davor, dazwischen und danach aufs Verteidigen. Ansehnlich war das Spiel nicht gerade, der Platz, tief und ungemäht, ließ technisches Spiel nicht zu und beide Team taten sich mit kontrolliertem Spielaufbau schwer. Sarow: Sudos; Lange, S. Garz, Grimmberger, Engelmann (62. Schlegel), Baumann, Dudda, A. Garz, Kellmann, Siegler, Rochow (65. Teske).

FSV Nossentiner Hütte-SV 46 Rosenow 1:3 (1:1)

Der SV 46 Rosenow hat in der Staffel I seine Negativserie beendet und beim FSV Nossentiner Hütte etwas überraschend einen 3:1-(1:1)-Auswärtssieg eingefahren.Die Hausherren hatten von Beginn an mehr Ballbesitz, versuchten es aber meistens mit langen Bällen auf ihre Spitzen. Rosenow stand in der Abwehr gut organisiert und ließ wenig Chancen zu. Allerdings knackten die Gastgeber den Abwehrriegel in der 25. Minute und nach Pass vom rechten Flügel versenkte ein Spieler den Ball flach ins linke untere Eck. Doch Rosenows Oldie Kapitän Schönegge bediente Nico Heuchert und dieser ließ sich die Chance zum 1:1 (35.) nicht entgehen. Kurz nach Wiederanpfiff bot sich 46-Kapitän Hampe die Riesenchance (47.) zur Führung, der FSV-Schlussmann klärte aber im letzten Moment per Fußabwehr. Wie in der ersten Hälfte hatte Nossentin mehr Spielanteile, vor dem Tor waren sie aber meistens ungefährlich. Dann wurde Rosteck im Strafraum gefoult und den Elfmeter brachte Oliver Wawrik zum 2:1 (71.) für den SV 46 im Gehäuse unter. Der mit 43 Jahren älteste Akteur Matthias Genditzki schließlich nagelte in der Nachspielzeit den Ball zum 1:3-Endstand in den rechten Winkel (90. +1). „Die Mannschaft bot eine kämpferisch starke Leistung, wurde mit drei Punkten belohnt,“ war 46-Trainer Wiegand Schalow erleichtert. Rosenow: Frehse; Schönegge, Stettin, Laatz, Hacker, Hampe, Genditzki, Wawrik, Rosteck, Kraft, Heuchert

SV BW Neubrandenburg-SV Siedenbollentin 1:7 (0:1)

In der Fußball-Kreisoberliga II ist SV Siedenbollentin bei den Blau-Weißen in Neubrandenburg angetreten. Spielerisch und gut besetzt übernahm der Gast schnell die Oberhand in einer eher einseitigen Partie. So war es bereits in der 2. Minute Stefan Gottschalk, der seine Truppe mit einem einfachen Schieber in Führung brachte. „Bolle“ hielt das Tempo hoch und weitere hochkarätige Chancen folgten. Kurz nach Wiederanpfiff war es Rehbein, der beherzt zum 0:2 ausbaute. Haker erhöhte in der 61. Minute auf 0:3. Nur drei Minuten später mit dem ersten Torschuss setzte Blau-Weiß ein Achtungszeichen zum 1:3, obwohl sie nach Notbremse und Platzverweis geschwächt die Partie fortführen mussten. Nach vier Alu-Treffer waren es die Joker Schmöhl mit einem Tor (86.) und Drawert mit drei Treffern (76./87./91.), die den 7:1-Sieg eindeutig machten. Siedenbollentin: Müller; M. Gottschalk, Gorka, Kasper, Krasemann (Schmöhl), Drawert, S. Gottschalk, Moeck, Haker, Lange (Strunk), Rehbein.

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