Handball-Landescup:

Pokalspiel lässt die Emotionen kochen

Vom Ergebnis her war der Auftritt der Demminer MV-Liga-Handballer gegen Greifswald eine klare Sache. Aufregung gab es trotzdem reichlich bei den Gästen - einige sahen sogar Rot.

Demmins Coach Peter Ritzrau (Mitte) brauchte in Greifswald starke Nerven.
Archiv/Mark Berger Demmins Coach Peter Ritzrau (Mitte) brauchte in Greifswald starke Nerven.

Im Handball-Landespokal war der SV Einheit Demmin zu Gast bei der HSG Greifswald II. Im vergangenen Jahr noch in der 1. Runde gescheitert, zogen die Gäste diesmal mit einem 35:26-(16:12)-Sieg ins Achtelfinale ein.

Aus der Ansprache des Trainers Peter Ritzrau ging deutlich hervor, dass ein Sieg Pflicht war und jeder Spieler zum Einsatz käme, um einiges auszuprobieren. Einheit ging mit Anwurf in diese Begegnung und schloss diesen Ballbesitz erfolgreich ab. „Arek“ Oleszczyszyn markierte nach drei Minuten seinen zweiten Treffer. Der Gastgeber blieb durch verwandelte Strafwürfe im Spiel und so stand es in der siebten Minute 5:2 für den MV-Ligisten aus Demmin. Einheit war gewillt einen deutlichen Sieg einzufahren, vernachlässigte dabei  aber die Abwehr. Abstimmungsprobleme und der Schritt zu spät führten zu Gegentreffern. Eine schöne Steilvorlage, durch Keeper Lestmann auf Rechtsaußen Kohtz, und es stand 11:5. Durch eine tolle Eigenleistung erhöht dann erneut Kohtz auf 14:6.

Nach dem Empfinden der beiden Unparteiischen schien sich wohl eine zu deutlicher Sieg anzubahnen. Fragwürdige Entscheidungen sorgten dafür, dass es hektisch wurde. So waren die wenig mitgereisten Fans und die Demminer Bank darüber sehr ungehalten. Greifswald verkürzte auf 10:14 . Bedient darüber, verließ Lestmann seinen Kasten und machte Platz für Marko Doege, der auch gleich einen Siebenmeter hielt.

Die Demminer verstanden es auch nach der Pause nicht, Ruhe in die Partie zu kriegen. Nach doppelter Zeitstrafe flog Jan Ritzrau mit Rot vom Platz und wenig später Torwart Marko Doege. Dies geschah in der 43. Minute beim Spielstand von 23:17 für Einheit. Gründe für diese Strafen waren jeweils Meckern. Damit nicht genug, machte Coach Peter Ritzrau machte dem Sprichwort "Alle guten Dinge sind drei“ alle Ehre. Zwei Minuten-Strafe, zehn Minuten vor dem Ende beim Stande von 27:21 für die Gäste.

Einheit erhöhte noch einmal auf einen Zehn-Tore-Vorsprung (31:21). Den Schlusspunkt setze Tomasz Matoszko mit seinem siebten Treffer zum 35:26-Endstand. Er war neben Arkadiusz Oleszczyszyn, der auf neun Tore kam, der erfolgreichste Schütze auf Seiten der Demminer.

Trainer Peter Ritzrau selbstkritisch nach dem Spiel: „Schnell diese Partie abhaken. In die Mannschaftskasse einzahlen für unser Ungehalten und sich mit den Schieris versöhnen. Trotzdem darf uns das in dieser Vielfalt nicht passieren.“

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